Rückblick 2013

02.12.2013Zaubertricks und ein Baum auf dem Dach
09.11.2013Acoustic Night 2013
19.10.20132. Pfinztaler Poetry Slam
02.10.2013Bericht Kiebitz Hauptversammlung 2013
19.04.2013Puppentheater Kolibri
08.03.2013Frauentag Nachtcafé
23.02.20134. Pfinztaler Open Stage
26.01.2013Lesung mit Ulrike Schweikert

02.12.2013: Zaubertricks und ein Baum auf dem Dach

Die Handpuppenbühne „marotte“ aus Karlsruhe machte Station im Kulturtreff

Pfinztal. Ein kleines Geschenk vor dem Nikolaustag wurde den Kindern versprochen, wenn sie in den „Goldenen Adler“ im Berghausen kommen würden, mitsamt Eltern und Großeltern. Die Einladung hatte der Kulturtreff Kiebitz Pfinztal ausgesprochen. Im Saal der Kulturkneipe in Berghausen stand ein XXXL-Geschenk, über zwei Meter hoch, mit Schleife. Die Kleinen machten große Augen und Thomas Hänsel begann die Überraschung auszupacken. Zum Vorschein kam eine Handpuppenbühne. Zu Gast war das Figurentheater marotte aus Karlsruhe und deren Chef selbst. Die Frage die sich Ben, Leni, Leon, Marlene und die anderen Knirpse schon immer stellten: „Bringt der Nikolaus auch vorher Geschenke“ war beantwortet. Zur Advents- und Weihnachtszeit ist die marotte gerade mit fünf Stücken unterwegs, oder bringt sie auf die Hausbühne in der Fächerstadt, informierte Diplom Puppenspieler Thomas Hänsel. Hier und heute steht „Weihnachten bei Opa Franz“ auf dem Programm. Die Idee zu dieser Geschichte hatte Hänsel, die Regie übernahm Frieder Kräuter.

Noch drei Mal schlafen bis Heilig Abend, damit begann das Geschehen auf der Puppenbühne. Akteure waren die Handpuppen Opa Franz,  sein zu Besuch gekommener Enkel Kalle und der Kater Feldmann.

Heimelig ist es bei Opa Franz auf dem Land. Wechselnde Kulissen, in der guten Stube, auf dem Hof und im Wald, machten das kurzweilige 45-Minuten-Stück noch interessanter. In den vollbesetzten Reihen auf Kinderbänken sitzen die Kinder und sie waren mit Feuereifer dabei. Die Kleinen spielten richtig gehend mit, gaben Hinweise und Anregungen und helfen bisweilen den Darstellern. Thomas Hänsel bescheinigte am Ende den Pfinztalern „konzentrierte und aufmerksame Zuschauer gewesen zu sein.“

Bei Opa Franz haben die Vorbereitungen für Weihnachten begonnen. Ein Schneemann wird gebaut, nebenbei üben Kalle und Feldmann im Schuppen zugange eine Überraschung ein. Zu allem Überfluss verstaucht sich Opa Franz den Fuß. Den mit einer Schleife gekennzeichneten Tannenbaum müssen Enkel und Kater aus dem Wald holen.

„Cool“, hieß es wie im Chor als aus Platzgründen der geschmückte Weihnachtsbaum auf das Hausdach kommt. Die Bescherung an Heiligabend wurde toll: Kalle und Feldmann zauberten für Opa Franz, der sich mit einer Modelleisenbahn und einer Fischkonserve bedankte.

ANFASSEN UND STREICHELN durften die Kinder die Figuren, die das Handpuppentheater „marotte“ zur Vorstellung mit nach Pfinztal gebracht hatte. Die Idee zu „Weihnachten bei Opa Franz“ hatte Thomas Hänsel.

(Text: Ehrler)

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09.11.2013: Acoustic Night 2013

Musik pur mit jungen Talenten: „Acoustic Night“ in der Kulturkneipe „Goldener Adler“ in Berghausen

Lange ist es her dass der „Talentschuppen“ bundesweit große Anziehungskraft ausübte. Das ist vorbei. In der Gemeinde Pfinztal hatte der Kulturtreff „Kiebitz“ die Idee und machte den Versuch in diese Fußstapfen zu schlüpfen. Daraufhin wurde die „Pfinztaler Acoustic Night“ kreiert. Jetzt fand die Nummer 13 des Events im Saal der Kulturkneipe „Goldener Adler“ in Berghausen statt.

Viele sind gekommen, es wird eng. Trotzdem ist die Wohlfühlatmosphäre spürbar. Peter Kantner ist Leiter einer Musikschule und sitzt damit an der Quelle. Viele die durch seine musikalische Ausbildung gegangen sind gehören zu den Programmgestaltern.

Live-Musik pur war das Motto. Dabei wurden zahlreiche neue Popsongs gespielt. Deren Auswahl trafen die Musiktalente selbst, während bei der Einstudierung Peter Kantner zur Seite stand. Als feste Größen eröffneten die „White Brothers“ aus Söllingen den Reigen. Das Zusammenspiel der Gitarristen und Sänger Andre, Carolin, Elena, Franziska, Yannik und Zoe, dazu Fabio am Bass bei „Let Her Go“, „Hero“, „Run“ und „Fairytale Gone Bad“ war gut geprobt und exakt intoniert.

Mit „Don´t Say Well“ und „Bobby Mc Gee“ von Pink, dazu „They Told Me“ gefiel das Duo Giuliar und Lidia. Unterstützung der Band stärkte den beiden ebenso den Rücken wie Vanessa die „White Flag“ von Dido und „Who You Are“ von Jessie J vortrug. Wiederholt griff auch Peter Kantner zur Gitarre und begleitete den Nachwuchs.

Die Favoriten für Laura titelten mit „Heart On Fire“ und dem wohlbekannten „Scarborogh Fair“ von Simon und Garfunkel. Mit zwei Popsongs „Thank You Very Much“ und „All About Us“ wagten Carolin, Chiara, Franziska, Marie, Sina und Amini bei ihrem ersten Auftritt als jüngste Teilnehmer den Schritt ins Rampenlicht. Alternativ Metal hat es Jonathan und Philiph aus Kleinsteinbach angetan, die einen Song von „System Of A Down“ coverten.

Im Duett, instrumental und vokal, gaben Fabio und Kai mit dem Hard-Rock Klassiker „To Be With You“ und dem Rock`n Roll-Evergreen „Johnny B. Good“ pfiffige Kostproben. Zu regionalen Größen auf der Gitarre haben sich die Brüder Thilo und Tobias Zirr aus Söllingen entwickelt, die Christian Hartmann auf dem Cajon begleitete. Den guten Schluss übernahm die Band „Peter Kantner & Friends“.

(Text: Ehrler)

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19.10.2013: 2. Pfinztaler Poetry Slam

Eine Achterbahnfahrt - Fünf Dichter beim zweiten Pfinztaler Poetry Slam

Man hat sich längst daran gewöhnt, dass Trends und Ideen aus Kunst und Kultur, die sich in den USA durchgesetzt haben, über kurz oder lang den Weg über den Atlantik finden. Nicht immer wird das von der breiten Masse hierzulande positiv aufgefasst, hier und da jedoch befinden sich in dem Wust mitunter verrückter Ideen auch echte Diamanten, die auch in unseren Breiten erfolgreich sind und die kulturelle Landkarte erweitern.

Die Idee des so genannten "Poetry Slam" ist fraglos ein solcher Diamant, der vor allem Liebhaber von Sprache und Literatur begeistert. Wörtlich übersetzt heißt "Poetry Slam" "Dichterschlacht" und bezeichnet den Wettstreit von Autoren, die innerhalb einer vorgegebenen Zeit selbst verfasste Werke einem Publikum vortragen.

Dabei kommt es auch darauf an, den Textvortrag mit performanten Elementen und bewusster Selbstinszenierung attraktiv zu gestalten. Bereits in den 1990er Jahren fanden in Deutschland die ersten Poetry Slams statt. In Pfinztal gab es den ersten 2012, und der war so erfolgreich, dass sich die Mitglieder des Kulturtreffs Kiebitz um Stefan Unser entschieden, in diesem Jahr eine zweite Auflage des "Slam" zu starten.

"Ich erinnere mich noch gut, dass das Publikum im vergangenen Jahr eine Weile brauchte, bis es mit der Veranstaltungsform warm wurde", erzählt Unser. "Aber nach der ersten Runde von Vorträgen war das Eis gebrochen und die Stimmung einfach klasse."

Stefan Unser hatte für den zweiten Pfinztaler Poetry Slam fünf Poeten aus Mannheim, Ludwigshafen, Kaiserslautern und Konstanz eingeladen, die mit ihren selbst geschriebenen Texten das Publikum auf eine emotionale Achterbahnfahrt schickten.

Viel zu Lachen gab es ohne Frage, manche Texte sorgten auch für Verwirrung, stimmten nachdenklich oder schockierten sogar. Ihnen allen war eines jedoch gemein: Originell waren sie, und genau das sei auch der Reiz bei einem Poetry Slam: "Das Publikum weiß nie, was es bekommt", so Unser. "Es gibt immer wieder Überraschungsmomente, man muss mitunter sehr flexibel sein und sich gedanklich auf vieles einlassen." Ein weiteres Plus bei Poetry Slams sei außerdem die Tatsache, dass es keine Verlierer gebe: "Zwar kürt das Publikum am Ende durch Applaus einen Sieger, aber gewinnen tun im Grunde alle - vor allem der Kreis der Zuhörer."

(Bericht: Katja Stieb)

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02.10.2013: Bericht Kiebitz Hauptversammlung 2013

Den Kiebitzen fehlt der Nachwuchs: Kulturtreff will um Mitglieder werben / Kooperation mit Partnern funktioniert gut

Pfinztal (ee). Der Kulturtreff Kiebitz Pfinztal, der im kommenden Jahr 20 Jahre alt wird, hat eine erfreuliche Entwicklung genommen. Offene Gruppen wie Literaturkreis und Männer-Kochclub  bilden das Fundament, weitere Bausteine im Themenangebot sind mit der Zeit dazu gekommen.

Der Verein nimmt für sich in Anspruch der Kulturszene in der Gemeinde Pfinztal, abseits der traditionellen Vereinsaktivitäten, den zündenden Impuls gegeben zu haben. Beleg dafür ist die seither stetig zugenommene Zahl an Veranstaltungen verschiedenster Ausrichter.

Viele wollen mittlerweile am Pfinztaler Kulturkuchen partizipieren, hieß es bei der Jahreshauptver-sammlung. Dieser „Kuchen“ aber wird nicht größer, sagte Petra Löffel-Meijer. Beim Kulturtreff Kiebitz habe man reagiert und den Weg mit Kooperationen eingeschlagen.

Partner dabei sind beispielsweise die Akademie der Gesundheit Pfinztal, das Forum Kapelle+Kultur Wöschbach, der Orgelverein Christkönig Berghausen und selbst die Kulturkneipe „Goldener Adler“ in Berghausen macht inzwischen bei verchiedenen Aktionen gemeinsame Sache mit dem Kiebitz.

Von einem notwendigen Richtungstrend aus mehreren Gründen wurde in diesem Zusammenhang gesprochen. Zwar zeigen beim Kulturtreff noch viele Mitglieder herausragendes Engagement und machen ihre ehrenamtliche Arbeit mit Herz. Der „sympathische Verein, der anspruchsvoll und abwechslungsreich das kultur-elle Leben in der Gemeinde bereichert“, ein Beitrag bei der jüngsten Mitgliederbefragung, blickt aber nicht ohne Sorgen in die Zukunft. Grund: Der Kiebitz-Gründergeneration fehlt der Nachwuchs, der sich an der Vereinsarbeit beteiligt.

Der für die Verwaltung der Mitgliederstatistik zuständige Stefan Lenzinger vermeldete eine Zahl von 115 Mitgliedschaften (in der Summe von Einzelpersonen und Familien ergibt das 371 Kiebitze vom Kleinkind bis zum Senior) die stagniert. Bei der Neuwahl ließ sich das Quintett der Kiebitz-Verantwortlichen mit Susanne David, Heidi Ehrler, Ulrike Grobel (Kassiererin), Petra Löffel-Meijer (Vorsitzende) und Irmgard Syrè (Schriftführerin) bestätigen.

Auf der Agenda ganz oben steht der Versuch, Leute anzusprechen und versuchen deren Mitarbeit zu ge-winnen. Gleich zweifach wird sich der Kulturtreff Kiebitz am Ferienprogramm der Gemeinde in Kooperation mit der Kommune beteiligen, wurde informiert. Ein Klassik-Konzert ist für den Herbst geplant. Für das runde Geburtstagsjahr 2013 läuft die Planung. Bislang sind fix "4. Pfinztaler Open Stage" als besonderer Beitrag zur Pfinztaler Kulturlandschaft.

Die offene Bühne will alle Generationen ansprechen, wurde angekündigt. Stattfinden wird ebenfalls das „Frauentag-Nachtcafè“ - jeweils im Frühjahr im „Goldenen Adler“ in Berghauses.

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19.04.2013: Puppentheater Kolibri


Kinder sind ein wichtiger Bestandteil beim Kulturtreff Kiebitz Pfinztal. Beim Veranstaltungsprogramm wird den Kleinsten stets Platz eingeräumt. Dabei ist Puppentheater ein Dauerbrenner. Bühnen aus der Region waren wiederholt Gast im Saal der Kulturkneipe „Goldener Adler“ - wo der Kulturtreff zumeist Öffentlich-keitsarbeit abwickelt. Jetzt hat man was neues gewagt und  das Puppentheater Kolibri aus Darmstadt mit dem Stück „Prinzessin Isabella“ eingeladen. Vor 30 Jahren hat Anne Weindorf den ein-Frau-Betrieb gegründet. Die renommierte Puppenspielerin leitet immer noch das Tourneetheater, das keine feste Bühne hat und in deutschen Landen unterwegs ist. Auf diese Weise kommen 120 Vorstellungen im Jahr zusammen. Im Repertoire sind derzeit sieben Stücke, ausschließlich für Kinder ab vier Jahren, informiert Anne Weindorf die Eltern und das verantwortliche Kiebitz-Trio. Beim Kulturtreff sind Heidi Ehrler, Ulrike Grobel und Irmgard Syré  für die Nachwuchsarbeit verantwortlich. Das Stück „Prinzessin Isabella“ hat Cornelia Funke vor 16 Jahren als Bilderbuch geschrieben. Für das Puppentheater Kolibri wurde es in der Regie von Christiane Balsevicius und mit Musik von Lutz Wolf in Szene gesetzt.

Im Licht der Scheinwerfer wechselt im Verlauf der 45 Minuten die Kulisse. Das geschieht mit wenigen Handgriffen und zeigt den Blick in das Schloss, die Küche und den Stall. Anspruchsvoll und unterhaltsam ist das Geschehen. Anne Weindorf schlüpft in sämtliche Rollen und gibt dem Kammerdiener, der Zofe, dem Tanzlehrer, der Köchin, drei Schweinen, dem König sowie den Prinzessinnen Drusilla und Isabella ihre Stimme.

Die kleinen und großen Besucher verfolgen aufmerksam das Geschehen. Den Prinzessinnen wird jeder Wunsch von den Augen abgelesen. Für Isabella ist das jedoch langweilig, sie möchte was erleben. Dabei ist ihr die Last der Krone ein Handicap . Die „Struwwelliese“ wie sie von Drusilla genannt wird ist dickköpfig und wirft ihr Statussymbol in den Schlossteich. Die Strafe des Vaters schickt die aufmüpfige Isabella in die Küche. Unbeobachtet und mit Hilfe von Elia, Felicia, Leni, Rafael und der anderen Kinder lernt die Prinzessin bislang unbekanntes Gemüse wie Karotte, Kartoffel, Paprika und Zwiebel kennen. Alle in einen Topf, ein Kraus für die Köchin der vom Geschmackstest widerlegt wird. Immer noch stur muss Isabella danach in den Schweinestall, übernachtet dort und freundet sich mit dem Borstenvieh an. Für die Prinzessin ist das Spaß und Freude pur. Endlich erlebt sie was abseits der Etikette am Königshof. Der König gesteht schließlich Isabella zu die Krone nur noch hin und wieder tragen zu müssen, etwa beim Brombeerpflücken – der kleine Dickschädel hat sich durchgesetzt und die Jungen und Mädchen freuen sich.

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08.03.2013: Frauentag Nachtcafé


Kabarettistische Leckerbissen auf Zuruf
„Die Intendanten“ geben dem Frauentag -Nachtcafé in Berghausen die feine Schärfe

Der gebotenen Ernsthaftigkeit eine spielerische Note zu geben, gelingt beim Pfinztaler Frauentag Nachtcafé. Der Kulturtreff Kiebitz organisiert diesen einzigartigen Event, dessen Wurzeln im Internationalen Frauentag liegen, der vor über 100 Jahren aus der Taufe gehoben wurde. Das Pfinztaler Programm überzeugt durch seine künstlerischen Zutaten. Alljährlich dabei die Pfinztaler Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF). Dazu im Rampenlicht „Die Intendanten“ aus Karlsruhe, die „Theater auf Bestellung“ im Gepäck hatten. In der Summe ein äußerst unterhaltsamer, informativer und fröhlicher Abend für ein Publikum, das sich - zum Leidwesen des Veranstalters - ausschließlich aus Frauen rekrutierte.

Kleinkunst à la carte servierten „Chilli“ Ines Haffner und „Aldenta“ Katrin Strauß, eben „Die Intendanten“. Ein internationales Angebot mit Leckerbissen aus Kabarett, Lyrik, Schauspiel, Gesang verbarg sich hinter den 34 kulinarischen Vorschlägen. Binnen einer Stunde gingen 17 Aufträge ein. Auf der „Speisekarte“ standen Tagesgerichte, Spezialitäten, Desserts, Menüs und Getränke. Wer bestellen wollte läutete. Bisweilen, des Glockengeläuts wegen, ging es zu wie auf der Alm. Die beiden „Kellnerinnen“ hatten viel zu tun. Das Be-sondere, die gewählten Essen wurden prompt - ein kleiner Garderobenwechsel ging jeweils voraus - serviert. Dies geschah am Tisch, auf dem Tisch oder quer durch den Saal. Das Mehrgenerationen-Publikum griff intensiv zu, ließ verschiedenste Geschmäcker erkennen. Aus der verschlüsselten Speisekarte fiel die Wahl beispielsweise auf „Kraftbrühe“, oder „Kutteln“, „Gefüllte Forelle “, „Gespicktes Zungengeschnetzeltes“, auch „Obatzda“ oder „Leichenschmaus“.

Reihenfolge und Verlauf des Programms bestimmten die Gäste. Individuell boten „Chilli“ und „Aldenta“ ihre Spezialitäten nach eigenem Rezept. Auch Speisen mit mehreren Gängen fanden ihre Liebhaber, darunter „Mondschein-Menü“, „Depri-Menü“, ja sogar zu „20 Jahre Kulturtreff Kiebitz Pfinztal“ ein spezielles „Ratatouille“ als kleines Jubiläums-Menü. „War es nach Ihrem Geschmack?“ Die stete Frage nach der Mahlzeit beantwortete großer Applaus. Darauf ein „Bloody Mary Royal“, ein „Café Corretto“, eine „Berliner Weiße“ oder ein Gläschen Sekt.

Den Ursprung des Weltfrauentags im Fokus hatten die Pfinztaler SPD-Frauen. Sie gaben sich als Abiturientin (Lena Pfaff), alleinerziehende Mütter (Angelika Konstandin und Ursula Zobel), als frisch gebackene Oma (Dagmar Elsenbusch), Rentnerinnen (Elisabeth Ehrler und Sina Konstandin). Und wie Ellen Weis-becker als Gattin eines Millionärs - die auf individuelle Erfahrungen, Probleme, Vor- und Nachteile dieser Frauenleben hinwiesen.

(Bericht und Fotos: Emil Ehrler)

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23.02.2013: 4. Pfinztaler Open Stage







Plattform für unbekannte Talente
Kulturtreff Kiebitz in Pfinztal beschreitet mit „Open Stage“ in seinem Programm neue Wege

Der Kulturtreff Kiebitz Pfinztal geht viele Wege und das seit 20 Jahren. Die Vielseitigkeit der Einrichtung beeindruckt immer wieder. Im Spektrum von Kultur gilt erste Priorität innerhalb der Kommune gegebene Nischen zu besetzen und vorhandene Lücken zu füllen. Das gelingt bislang gut. Auch mangelt es nicht an Ideen Neues zu kreieren. Ein solcher Vorstoß der seine Freunde gefunden hat heißt „Open Stage“.

Im Zweijahres-Rhyhtmus wird die „offene Bühne“, an prädestinierter Stelle im Saal der Kulturkneipe „Goldener Adler“ aufgebaut. Mit der Nummer vier hat man jetzt die Erfolgsgeschichte fortgesetzt. Als Szenerie mit wenig Requisiten wurde der Hauptbahnhof (HBF) in Berghausen gewählt.

Man darf Visionen haben und Mut dazu. Das gilt für den Veranstalter Kulturtreff Kiebitz ebenso für Frauen und Männer die im Licht der Scheinwerfer erstmals ihr Talent präsentieren. Mit Gedanken und Überlegungen zur Regie legten Susanne David und Zitta Krebs, mit Unterstützung durch Olaf Krebs, den Grundstein. Ein Kulturprojekt aus Comedy, Gesang, Musik und Tanz sollte es werden, dessen Moderation beide übernahmen. Die passenden Mosaiksteine als Programmfüller zu finden gelang. Sie wurden durch „Nummern- Rentner“ Olaf angekündigt.

Bei Licht und Ton zog „Team 4“ alle Register. Entstanden war eine Show, die unterhaltsam und abwechslungsreich geriet, dazu spaßig, nett und lustig wirkte. Das Publikum honorierte jede Abteilung des Pakets „Kultursonderklasse“ mit viel Applaus. Die Courage der Mitwirkenden verdiente ausnahmslos Respekt.

Mit Musik und Stand-up-Comedy zu unnützen Dingen hatte Michael Prinzhorn die Rolle als Opener. Eine romantische Note lieferten verschiedene orientalische Tänze die Farascha Na Im (Gerlinde Dietze) zusammen mit ihrer Tanzpartnerin Inge Metzger aufs Parkett legte. Für „The Tin Roof Company“, das Gitarren-Duo Hans Landgrebe und Werner Weigel, ist der Blues die Triebfeder, die hörbar Freude auslöst. Rhythmen aus Westafrika bestimmten das Repertoire der Gruppe „Kena Ketady“. Mit verschiedenen Trommeln und Tanz suggeriert das Septett Verständnis und Verstehen einer fremden Kultur.

Für den Chor der Siemenssstraße aus Berghausen war die Bühne totales Neuland. Eigens für Open Stage aus der Taufe gehoben haben Bewohner des Wohnquartiers „Heroldsgrün“ von zwei Gitarren begleitet sich mit einstimmigem Gesang zu Wort gemeldet. Die Titel ihrer Songs „Wir sind Siemensstraße weil, die Siemensstraß´ ist geil“, „Pfinztal hat ein Verkehrsproblem, es zu lösen wäre schön“ dazu „In viele Köpfe will das nicht rein, modern Pfinztal soll sein“ sollen hellhörig machen, aufrütteln und den Weitblick schärfen. Hätte man an diesem tollen Abend die Publikumsgunst in Dezibel gemessen, der Bürgerchor wäre der Quotenhit gewesen.

Besonderen Spaß lieferten die „Fun Tappers“, eine Gruppe Stepptänzer aus der Fächerstadt, denen Diana Tischler den Weg in den Vorort Pfinztal gewiesen hatte. Seinem Ruf als wortgewandter Poet in der Region zu gelten, setzte Stefan Unser ein neuerliches Ausrufezeichen hinzu. Volksmusik bluesig, badisch frech und witzig hatte „Die Badisch Band“ auf der Pfanne. In der Besetzung Wolfang Kohrs (Bass, Gesang), Gabriele Lenhard-Hendl (Akkordeon), Bernd Marschall (Drums, Gesang), Michael Meyer (Gesang, Gitarre) und Roland Weißhaupt (Gesang) sorgten sie für den guten Schluss.

(Foto und Bericht: Emil Ehrler)

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26.01.2013: Lesung mit Ulrike Schweikert

Spannende Lektüre für Jung und Alt
Die Autorin Ulrike Schweikert las auf Einladung des Kulturtreffs in Berghauses

Pfinztal (ee). Die Schriftstellerin Ulrike Schweikert kam auf Einladung des Pfinztaler Kulturtreff Kiebitz in den Selmnitzsaal in Berghausen, um aus ihrem neuesten Buch „Das kastilische Erbe“ zu lesen. Kostproben aus dem 600 Seiten starken in 43 Kapiteln gegliederten Werks waren die eine Seite. Für eine Veranstaltung dieser Art durchaus ungewöhnlich war jedoch die inhaltliche Gewichtung.
Viel Zeit nahm sich die in Schwäbisch-Hall geborene Diplom Biologin, die im Nachgang Journalismus studierte und dann die Weichen für den Versuch als Autorin stellte. In leider kleiner Runde plauderte die Hohenloherin aus dem Nähkästchen ihres Berufsalltags und das war nicht minder spannend als das geschriebene Wort.

Der Leseabend, der für die beiden Veranstalter Kulturtreff Kiebitz und Buchhandlung „Lesezeichen“ aus Söllingen vor Beginn bereits für Ernüchterung sorgte, geriet in familiärer Runde zu einem unerwarteten Volltreffer. Jedenfalls waren Petra Löffel-Meijer und Christiane Frick hoch zufrieden und bilanzierten ein „Weniger das unverhofft zum Mehr wurde“.

Ulrike Schweikert hat mit historischen Romanen für Erwachsene und dem auf die Jugend abgezielten fantastischen Genre auf sich aufmerksam gemacht. Im Jahr 2000 erschien das erste von mittlerweile 23 Büchern. Das Prädikat „Bestseller“ hat für Schweikert´s Werke Normalität. Sie habe das Publikum, die Verkaufszahlen stimmen und sie kann davon leben, lässt sie die Runde wissen. Schreiben macht viel Spaß.

Für „Das kastilische Erbe“, ein Roman der zwischen der Gegenwart und dem 15. Jahrhundert pendelt, war die Vorarbeit immens. Insgesamt mehrere Monate verursachte die Recherche in Kastilien. Es werden Biografien und Hintergründe in einem sogenannten Szenenbuch verknüpft, daraus entsteht der Rohtext. Jetzt ist die grobe Linie zu Papier, sprich in den PC, gebracht verrät die 46-Jährige und es folgt die sprachliche Feinarbeit. Inzwischen sind ein Jahr vergangen. Jetzt geht der Entwurf an den Verlag und im April vorigen Jahres kam „Das kastilische Erbe“ in den Buchhandel und, sie lächelt, hat die Reihe ihrer Bucherfolge fortgesetzt.

„Das kastilische Erbe“ ist ein geheimnisvolles Buch aus Dichtung und Wahrheit, mit zwei außergewöhnlichen Frauen vom Schicksal vereint, sowie weiteren 34 wichtigen Personen. Das erste Kapitel spielt in München, weitere haben ihren Schauplatz beispielsweise in Arévola, Valladolid, Toledo und das das letzte macht das Kloster der Klarissen zum Ort des Geschehens.

Auf die entsprechende Frage macht Ulrike Schweikert auch den Blick voraus und ist gewiss, dass ihr viel spannendes im Beruf noch bevorsteht. So ist im Juni die Reise nach Andalusien zur Recherche für den zweiten Teil von „Das kastilische Erbe“ fixiert. Zuvor soll noch im Frühjahr die erste Fantasy-Saga für Jugendliche mit dem Titel „Die Erben der Nacht“ auf den Markt kommen.

Inzwischen liest man die Romane von Ulrike Schweikert in mehreren Sprachen, zuletzt kam chinesisch dazu und auch als Hörbücher sind die Werke erhältlich. All das bestätigt, die Autorin ist gefragt, gut im Geschäft und sie hat in Pfinztal die Zahl ihrer Leser vergrößert.

(Foto und Bericht: Emil Ehrler)

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