Rückblick 2010

06.10.2010Märchenspiel "Rapunzel"
02.10.2010Klassikkonzert mit dem Duo Arcopeggio
01.10.2010Abenteuerland Pinztal
16.07.2010Kiebitz Kochclub auf dem Siegerpodest beim Spargelwettbewerb
23.04.2010Kindertheater: Rabe Socke - Alles mutig
17.04.2010Geomantische Wanderung zum Michaelsberg
08.03.2010Frauentag Nachtcafe 2010
03.03.2010"Schneeweißchen und Rosenrot"
27.02.2010Bluesabend mit der Cat Hill Blues Band

06.10.2010: Märchenspiel "Rapunzel"

"Rapunzel" mit Handpuppen und Sabine Adler

Märchenstunden die Sabine Adler und Pascale Hock-Brömauer gemeinsam in Zusammenarbeit mit dem Pfinztaler Kulturtreff "Kiebitz" gestalten sind etwas Besonderes. Dazu wird kein Märchenbuch aufgeschlagen. Stattdessen dient ein Märchenland als Kulisse. Bei dem Märchen "Rapunzel" der Gebrüder Grimm ist die Szenerie dreigeteilt: Ein Haus, getrennt durch eine hohe Mauer von einem Turm mit Garten, während das letzte Drittel ein Wüste darstellt.

Sabine Adler erzählt die Geschichte und gestaltet zugleich mit den im Märchen Mitwirkenden Handpuppen das Geschehen lebendig. Geigenspiel von Pascale Hock-Brömauer begleitet das Geschehen wirkungsvoll.
Rapunzel, das Mädchen aus dem Märchen, kennt jeder  und weiß, dass es lange Haare hatte. Denselben Namen "Rapunzel" hat auch der sogenannte Acker- oder Feldsalat, erklärt Sabine Adler den Jungen und Mädchen. Jeder bekommt eine Kostprobe des vitaminreichen Grüns und darf es danach in den Garten des Märchenlandes legen. Das hat seinen Grund wie sich alsbald zeigt.

Im Haus leben Mann und Frau, ein Kind ist unterwegs, die Schwangere gelüstet es nach Rapunzeln, die im Garten der Zauberin wachsen. Der Mann wird beim Diebstahl ertappt, und die Zauberin verlangt dafür das Neugeborene, das sie Rapunzel nennt. Mit zwölf Jahren wird das Mädchen in den Turm gesperrt. Nur mit dem Ruf "Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter" kommt die Zauberin zu ihr hoch. Den spannenden Ablauf pointiert Pascale Hock-Brömauer mit Tonfolgen auf der Violine, die beispielsweise Vorgänge wie klettern, galoppieren, herunterfallen, sowie den Spruch "Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter" in Noten verpackt. Auch die Kinder mischen mit und unterstützen den Prinzen bei seinem Rufen, damit das Haar von Rapunzel ihm den Zugang zum Turm ermöglicht.

Nach dem Happy End wird spontan ein Freudentanz aufgeführt und ein Festessen abgehalten. "Toll habt ihr zugehört" bescheinigt Sabine Adler den Vier- bis Achtjährigen, die erlebten wie ein Prinz die Liebe von Rapunzel gewinnt, das die Zauberin sauer und eifersüchtig macht, die daraufhin Rapunzel die Haare abschneidet und sie in eine Wüste bringt. Der Sturz vom Turm hat den Königssohn blind gemacht. In der Wüstenei folgt ein Wiedersehen mit Freudentränen, die dem Blinden wieder das Augenlicht schenkten. Auch Zwillinge gehörten inzwischen zur jungen Familie, die noch lange glücklich und vergnügt lebt.

Die langen zu einem Zopf geflochtenen Haare von Rapunzel hatten es allen besonders angetan. Klar, dass die anschließende gemeinsame Bastelarbeit von Kindern und Erwachsenen sich darum drehte, lange Zöpfe zu flechten. Dabei sollte Wolle in verschiedenen Farben das Accessoire bunt gestalten und eingebundene Glöckchen dem Erinnerungsstück an Rapunzel einen Wohlklang geben.

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02.10.2010: Klassikkonzert mit dem Duo Arcopeggio

Klassikkonzert mit dem Duo Arcopeggio

Klassikkonzert mit dem Duo Arcopeggio: Im stilvollen Ambiente der Thomaskirche in Kleinsteinbach fand am Samstag, den 2.10. unser Klassikkonzert statt. Das Duo Arcopeggio (arco-streichen, arpeggio-harfengemäß) gestaltete den Abend mit Werken aus Barock, Romantik und dem 20.Jahrhundert. Die beiden konzerterfahrenen und mit vielen Preisen ausgezeichneten Solistinnen der Musikhochschule Karlsruhe Eva-Maria Vischi (Violine) und Birke Falkenroth (Harfe) meisterten mit Bravour Werke von Komponisten wie Donizetti, Bartholdy, Paganini u.a. In der Pause zeigten die ZuhörerInnen großes Interesse an der Harfe und nutzten die Gelegenheit dieses Instrument aus der Nähe zu betrachten und Fragen an die fachkundige Harfinistin zu stellen. Der zweite Teil des Konzerts wurde mit dem Duo Op.8 von Marie-Martin Marin eröffnet. Nachdem das letzte Stück „Chaconne“ von Thomaso Vitali verklungen war, belohnte lang anhaltender Applaus die beiden Künstlerinnen für ihre gekonnten Darbietungen und den gelungenen Abend.

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01.10.2010: Abenteuerland Pinztal


Detektiv-Seminar in Zusammenarbeit mit dem Kulturtreff "Kiebitz"

So viele Nachwuchsdetektive gab es in der Gemeinde Pfinztal wohl noch nie. Dass dies so ist liegt am "Detektiv-Seminar" das als Ergebnis einer Doppelveranstaltung (der großen Nachfrage wegen) 50 Jungen und Mädchen am Ende bescheinigte "geprüfter Mitarbeiter der Detektei Adler in Wiesbaden" zu sein. Aus der hessischen Landeshauptstadt war Alexander Schrumpf gekommen der damit dem Veranstalter Duo Kulturtreff Kiebitz Pfinztal und der Gemeinde Pfinztal im Rahmen des Ferienprogramms eine ungeahnte Nachfrage bescherte.

In der Bundesrepublik Deutschland ist solches einzigartig und hat sich über die Jahre entwickelt. Alexander Schrumpf ist der Inhaber der Detektei, ist 36 Jahre alt, seit 33 Jahren Detektiv und seit 1996 selbständig. 2010 ist das Dutzend an Jahren voll in denen er solche Detektiv-Seminare anbietet. Heuer wird er auf 100 solcher drei-Stunden-Seminare kommen, Tendenz steigend. Mit dem Besuch in Pfinztal, Schrumpf hat genau Buch geführt, sind es die Gruppen 420 und 421 denen er Einblick gewährt in die Arbeit eines Detektivs. Mit dieser "Öffentlichkeitsarbeit" will der geprüfte Detektiv den Beruf transparenter machen und damit, so sein Ansatz, die negativ belastete reine Detektivarbeit ins rechte Licht rücken.

Bevor in jeweils drei Gruppen die potentiellen Nachwuchsdetektive ihre Arbeit aufnehmen, galt es zunächst den aufgebauten Tatort ebenso zu erläutern, wie viele Fragen der Jugendlichen zu beantworten. Schrumpf macht das gekonnt, jeder bekommt von ihm eine Aufgabe, wobei das Teamwork das Maß der Dinge ist. Dem echten Detektiv als Gehilfe zur Hand gehen hörte ebenso dazu, wie Alexander Schrumpf manch interessante Anekdote aus seiner täglichen Arbeit erzählte, die ihn über die Bundesrepublik schon hinaus in viele Länder Europas führte. Da staunten die Jungen und Mädchen nicht schlecht als sie hörten, was ein Detektiv darf und was er nicht darf ohne das Gesetz zu brechen und dass ein Detektiv in Deutschland keine Sonderrechte besitzt. Handschuh, Pinzette, Aufbewahrungstüte waren Dinge die notwendig sind um in der Reihenfolge finden-sichern-aufbewahren zu bleiben um schlussendlich das Verwahrstück in der Tüte mit den "vier W" (Wer? Wo? Was? Wann?) zu beschriften.

Fingerabdrücke wurden mit Russpulver und Spurenfolie genommen, ein Fußabdruck mit Gips ausgegossen und am Ende auch der Besitzer des Schuhs ermittelt. Lernen konnte man Geheimschrift zu entziffern und die Frage beantworten "Welche Werkzeuge braucht ein Detektiv?". Bei Alexander Schrumpf stehen an der Spitze seiner Top10 Kugelschreiber, Block, Uhr, Fotoapparat und Handy auf den Plätzen eins bis fünf. Was auffiel, alle genannten Namen von Detektiven die Jungen und Mädchen im Kopf hatten sind erfunden, mit Ausnahme Alexander Schrumpf. Am Ende dann der Test den alle bestanden und der 50 kleine Pfinztaler zu geprüften Mitarbeitern der Detektei Adler machte.

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16.07.2010: Kiebitz Kochclub auf dem Siegerpodest beim Spargelwettbewerb

Kiebitz Kochclub auf dem Siegerpodest beim Spargelwettbewerb

Zum zweiten Mal in Folge stand der Kochklub auf dem Siegerpodest beim Spargelwettbewerb der WG-Weingarten. Mit dem Rezept „blühender Spargel“ belegte der Kiebitz Kochklub den dritten Platz beim Wettbewerb „Bestes Spargelrezept 2010“. Obwohl es dieses Mal „nur“ für den dritten Platz reichte - letztes Jahr ging man als Sieger aus dem Wettbewerb hervor - freute sich George Meijer sehr.

Wenn der Spargel blüht, ist die Spargelzeit vorbei, aber ein blühender Spargel auf dem Tisch verwöhnt nicht nur das Auge, sondern auch den Gaumen. Bei dem prämierten Gericht handelt es sich eigentlich um ein einfaches Essen, bestehend aus Spargel, Pfannkuchen und Lachs oder (Bayonne-)schinken, dazu eine Tomatenvinaigrette und natürlich ein Gläschen Wein.

Geschäftführer A. Doll und Michael Gross, Chefkoch vom Gourmet-Restaurant „Walk'sches Haus“ wurden bereits beim Lesen von der hohen Qualität der eingesendeten Rezepte überzeugt. Sie hatten bei der Bewertung nicht nur den geschmacklichen Aspekt im Auge, auch Kreativität und Raffinesse waren ihnen wichtig. Neben einer Urkunde bekamen die glücklichen Gewinner auch noch einige Flaschen Wein von der Winzergenossenschaft Weingarten überreicht. George Meijer versprach, nächstes Jahr wieder anzutreten, ein tolles Rezept hat er schon zu Seite gelegt. Wir gratulieren George und dem Kochclub zu diesem Erfolg und wünschen ihnen weiterhin Erfolg und Spaß beim Kochen.

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23.04.2010: Kindertheater: Rabe Socke - Alles mutig




Eine Geschichte von Angst und Mut - Handpuppen- und Zaubertheater aus Rottweil zu Gast beim Kulturtreff Kiebitz

Bilderbuchgeschichten vom kleinen Raben Socke sind bekannt. Ihn aber spring-lebendig und mit krächzender Stimme zu erleben, dazu bot der Pfinztaler Kulturtreff Kiebitz Kindern und Erwachsenen jetzt die Möglichkeit. An der Pfinz gastierte "Die Zauberbühne", ein Handpuppen- und Zauber-theater aus Rottweil. "Alles Mutig" der Titel des Stücks, das sich auf dem Bühnentisch, dekoriert mit Bäu-men, Moos, Steinen und den Schlafstätten der Tiere des Waldes, abspielte. Klar, Rabe Socke spielte die Hauptrolle, dazu gesellen sich seine Freunde der Bär Eddy, das Eichhörnchen, sowie das Flocke genannte Schaf. Und in dieser dank individueller Beleuchtung unterschiedlich wirkenden Szenerie führt Christoph Frank seine von Christine Kümmel getreu den Büchern von Nele Moost entworfenen Figuren am Nacken herum. Das Stück in der Regie von Stefan Mensing ist ein abwechslungsreiches, mit spannenden, gruseligen, lustigen und traurigen Momenten.

Im Wald ist es Tag, die Tiere spielen Verstecken. "Eins, zwei, drei, vier, siebzehn." Eddy kann überhaupt nicht richtig zählen, was die Jungen und Mädchen im Publikum sofort feststellen und lachen. Auch der kleine Rabe, dem die rote Socke an seinem linkem Bein den Zunamen gibt, zählt ganz komisch. Vollmundig gibt der sich als Raubvogel und Beschützer seiner Freunde aus und tönt "Wer Angst hat ist doof" durch den Forst.

Insgesamt 18 Stücke hat Christoph Frank im Programm, mit denen er in Deutschland, Frankreich, Schweiz und im Vorjahr erstmals auch in Norwegen tourt. Darunter sind auch solche für Kinder ab zwei Jahren. Vor 17 Jahren hat der Heilerzieher, Erzieher und jahrelanger Leiter eines Kindergartens den Weg als freischaff-ender Künstler eingeschlagen. Und es macht ihm nach wie vor großen Spaß. Auch die Kleinen und Großen im Saal des "Goldenen Adler" folgen dem abwechslungsreichen Geschehen mit Gesten und Rufen. Im Wald ist es dunkel geworden.

Zuvor noch hatte Rabe Socke Flocke als Angstschaf bezeichnet, das daraufhin von Eddy: "Aber jeder hat doch mal ein bisschen Angst" getröstet wird. Und genau diese Erfahrung sollte Socke nun auch machen. Jetzt geht der "Gumpf", wie sich später herausstellte eine kleine weiße Waldmaus, um, dazu mutieren alle Geräusche des Waldes plötzlich zur Bedrohung. Vor lauter Angst baut Socke sogar eine Alarmanlage aus Schnüren und einem Wecker auf und verfängt sich selbst darin. Keiner lacht deswegen den Raben aus, als es wieder hell wird.

Auch die Kinder im Publikum geben zu, "ein bisschen Angst hat manchmal doch jeder", fanden das Stück aber wirklich schön und durften nach dem Schluss sogar den Raben Socke und alle anderen Tiere streicheln.

(Fotos: Ehrler)

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17.04.2010: Geomantische Wanderung zum Michaelsberg



Geomantische Wanderung mit Alfonso Becker zum Michaelsberg bei Untergrombach

Der Michaelsberg bei Untergrombach war dieses Mal Ziel der geomantischen Wanderung mit Alfonso Becker. Der Mchaelsberg ist ein sogenannter Zeugenberg, d.h. er war nie bewaldet und bietet somit immer freie Sicht in die Ferne. Für die Bewohner, die sich dort schon in der Jungsteinzeit angesiedelt hatten, war das wichtig, um eventuelle Bedrohungen früh zu entdecken. Auch wurden mit Hilfe von Fixpunkten in der Natur der Sonnenstand beobachtet und so günstige Saatzeiten in der Landwirtschaft bestimmt. Die Quelle mit Brunnenhaus in der Nähe der Kapelle ist ein weiteres Zeugnis der früheren Besiedlung und zeigt, dass die Wasserversorgung auf dem Berg kein Problem war. Heute ist der Michaelsberg ein Landschaftsschutzgebiet höchster Stufe. Steinriegel, das sind Steinansammlungen zwischen zwei Flurstücken aus früheren Zeiten, sind heute Biotope für Wärme liebende Tiere und dürfen nicht abgetragen werden. Nach der Besichtigung der Kapelle genossen wir Wanderer bei Vesper und Wein die schöne Aussicht ins Tal und das Gespräch in der Gruppe. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Alfonso Becker für seine lehrreichen Ausführungen. Wir haben uns über das wieder einmal große Interesse sehr gefreut.

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08.03.2010: Frauentag Nachtcafe 2010




"Nichts für schwache Nerven" - Frauentag Nachtcafé im Pfinztaler Kulturtreff "Kiebitz" bot kurzweiliges Programm

Seit 15 Jahren gibt es das Frauentag Nachtcafè in Pfinztal. Sein Wegbereiter, der Kulturtreff Kiebitz, ist außerdem eng verbunden mit der Arbeitsgemeinschaft sozialdemo-kratischer Frauen (AsF) in Pfinztal, die zum siebten Mal mitwirkte. Gemeinsam kreiert man jährlich dies schon traditionelle Veranstaltung. Dabei zeigt die fortgeschrittene Emanzipation ebenso klare Spuren. Waren anfangs die Frauen selbstredend unter sich, haben inzwischen auch Männer den Anschluss gefunden.

Jetzt war es wieder soweit. Ein Programm kurzweilig und sehr unterhaltsam wurde serviert. Großes Besucherinteresse im Saal der Kulturkneipe "Goldener Adler" in Berghausen begleitete das Geschehen. Man(n) will einfach dabei sein, wenn sich Frau berechtigterweise selbst feiert und Gleichberechtigung fordert. Beispielsweise einen klaren gesetzlichen Rahmen um gleichen Lohn für Mann und Frau in absehbarer Zeit zu realisieren.

In Berghausen ging man gar bereits den übernächsten Schritt, zumindest als Musik-Comedy-Theater. Das titelte mit "Frauen an die Macht!" und wurde in Auszügen von Herrn (Frank Klaffke) und Frau (Sandra Jankowski) Sturmvogel vom gleichnamigen Theater aus Reutlingen serviert. Zustande kam eine rasante Show zum Thema "Deutschland sucht die Superfrau". Mit schauspielerischer Bravour verkörperte Frau Sturmvogel die Kandidatinnen. In immer neuen Kostümen, Masken, Dialekten und Musikstilen. Sie sezierte gnadenlos treffsicher das eigene Geschlecht. Nichts für schwache Nerven. Doch die Männer, siehe Herr Sturmvogel, sie lassen sich bei diesem Alptraum nicht kampflos unterbuttern. Frauen ohne Männer, das hieße noch Steinzeit. Die Show gibt alles: wunderschön arrangierte Popsongs gingen unter die Haut. Bekannte und neu entdeckte Chansons erfrischten den Geist. Hinreißend treffsichere Comedy-Einlagen strapazierten die Lachmuskeln. Das ultimative Überlebensprogramm für den modernen Geschlechterkampf. Den gab es in dieser ausgeprägten Form in den 1950er-Jahren noch nicht, wie das AsF-Frauensextett mit Dagmar Elsenbusch, Sonja Holatka, Angelika Konstandin, Silke Pfaff, Ellen Weisbecker und Uschi Zobel mit ihrer original Werbe- und Zitatenshow aus dieser Epoche zum Besten gab. "Wenn bei Capri die rote Sonne", der Evergreen gab den Startschuss zu detaillierten Erinnerungen.

Es ist ein Mix aus prähistorischen Fernseh-Werbespots, Auszügen aus dem gedruckten Kleinod "Handbuch für die gute Ehefrau" und Zitaten von Größen der Gegenwart. Damals, so hörte man, haben zwei Fragen "Was soll ich anziehen" und "Was soll ich kochen" die Frauen umgetrieben. Auf der Wunschliste ganz oben stand der Kühlschrank. Auch wusste eine gute Ehefrau stets wo ihr Platz ist, zeigten die Sechs und winkten mit Kochlöffeln.

Es schien als habe Alice Schwarzer an diesem Abend die Funktion als Schutzheilige übernommen. Zumindest empfanden dies die Frauen so. Jedenfalls zuviel versprochen hatte 100 Minuten zuvor Petra Löffel-Maijer vom Veranstalter Kuturtreff Kiebitz mit zu erwartender leicht bekömmlicher Kost beim Frauentag Nachtcafé nicht.

(Text u. Foto: Ehrler)

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03.03.2010: "Schneeweißchen und Rosenrot"



(Foto: Ehrler)

Watte als Schnee im Bühnen-Märchenland - "Schneeweißchen und Rosenrot" als Handpuppentheater

Das Original der Gebrüder Grimm beginnt so: "Eine arme Witwe, die lebte einsam in einem Hüttchen, und vor dem Hüttchen war ein Garten, darin standen zwei Rosenbäumchen, davon trug das eine weiße, das andere rote Rosen; und sie hatte zwei Kinder, die glichen den beiden Rosenbäumchen, und das eine hieß Schneeweißchen, das andere Rosenrot." Das war einmal, jedenfalls wenn Sabine Adler und Pascale Hock-Brömauer ihre Märchenstunde mit "Schneeweißchen und Rosenrot" in Szene setzen. Beim Kulturtreff Kiebitz Pfinztal war das jetzt der Fall.

Frei erzählt, dazu lebendig in der heutigen Sprache rollte die Geschichte ab. Mit allen, die im Märchen mitwirken, als selbstgemachte Handpuppen, im Bühnenbild als Märchenland mit Haus, Heide, See und Wald. Bewerkstelligte all dies Sabine Adler, blieb für Pascale Hock-Brömauer die Begleitung auf der Violine. Sie entlockte dem Instrument just und punktgenau die zur jeweiligen Stimmungslage erforderlichen Töne. Mit dieser Konzeption sind die beiden bislang ausnahmslos gut gefahren. Sie geben mit ihrer Märchenstunde keine Vorführungen, wie man sie kennt, sondern machen daraus ein gemeinsames Erlebnis. Dabei dürfen die vier- bis achtjährigen Jungen und Mädchen auch mitmachen.

Die ganzheitliche Erfahrung für die Kinder, die ist Sabine und Pascale bei ihrem Spiel am wichtigsten. Gleich eingangs werden an die nahe bei der aufgebauten Märchenlandschaft auf dem Teppichboden sitzenden Kleinen verschiedene Waldtiere und Watte verteilt. Die Hasen, Rehe und Eichhörnchen dürfen an passender Stelle in der Kulisse eingebaut werden. Verteilte Watte soll Schneefall suggerieren. Das Märchen selbst ist Anna Maria, Elias, Franka, Lino, Nils, Patricia, Paulina, Salome und Viktoria bekannt und folglich erschrecken sie auch nicht als ein Adler und sogar ein Bär (in dessen Haut ein verwunschener Prinz steckt) auftauchen. Man darf sie wie alle anderen Figuren auch selbst in die Hand nehmen. In den Hauptrollen agieren natürlich Schneeweißchen und Rosenrot, dazu der schließlich wieder entzauberte Prinz, sein Bruder, die Mutter der Schwestern und natürlich der "giftige" Zwerg. Mit dessen Tod steht, wie man weiß, dem guten Ende der Erzählung nichts mehr im Wege.

Die Freude ist so groß, dass Klein und Groß gemeinsam einen Hochzeitstanz veranstalten und vom Hochzeitskuchen kosten. Beim Märchen selbst haben die kleinen Zuschauer die Edelsteine, das Gold und die Perlen fasziniert, die der Zwerg gehortet hatte. Bei der sich anschließenden Bastelarbeit konnte jeder seine dekorative Schatzkiste fertigen. Für den glitzernden Inhalt des Erinnerungsstücks sorgten dann Sabine Adler und Pascale Hock-Brömauer höchstpersönlich.

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27.02.2010: Bluesabend mit der Cat Hill Blues Band


Viel Spaß und beste Unterhaltung mit "Cat Hill Bluesband" - Kulturtreff Kiebitz eröffnet Jahresprogramm 2010

Für den Kulturtreff Kiebitz Pfinztal war es der Auftakt im erneut breit gefächerten Veranstaltungskalender zum 17. Vereinsjahr. Für die junge Formation der "Cat Hill Bluesband" zählte der Besuch in der Kulturkneipe "Goldener Adler" in Berghausen zu den ersten Auftritten. Beim letzt jährigen Straßenfest in Wolfartsweier hatte das Quintett seine Premiere. Dort im Karlsruher Stadtteil gibt es einen Katzenberg. Und Blues ist der Musikstil den die Drei-Generationen-Kapelle (zwischen 16 und 76 sind die Musiker alt) favorisiert. Demnach ist "Cat Hill Bluesband" auch die rundum ehrliche Identifikation. Und weil Wolfartsweier gerade mal einen "Katzensprung" von Pfinztal entfernt ist, zeigte der Band-Fanclub stattliche Präsenz. Überhaupt war der Musikabend, bei zumeist Ü-40 Publikum, viel gefragt. Die von KiebitzSprecherin Petra Löffel-Meijer angekündigte Vielseitigkeit garantierte die "Cat Hill Bluesband" im weiteren Verlauf. Für die Amateurmusiker ist Spaß die tragende Säule beim Miteinander musizieren. Sie verstehen sich als Teilmenge des Musikverein "Einheit" Wolfartsweier, wo sie in dessen Blasorchester ebenso mitwirken, wie auch in der vorhandenen Bigband. Mit dem Sprung in die Selbständigkeit haben sich die Fünf zugleich den Wunsch erfüllt und so die  musikalisch verschüttet gegangenen Dinge wieder ausgegraben. Das gilt für Jochen Busch (Bass, Gitarre und Gesang), Uli Framke (Bass, Flöte, Gesang, Gitarre, Mundharmonika und Saxophon) und Rolf Kost (Gesang und Gitarre) ebenso, wie für Vater Henning Körner (Bass, Gesang. Gitarre, Saxophon und Slidgitarre) und seinen Sohn Holger Körner der das Schlagzeug bedient.

Die "Cat Hill Bluesband" sie hat die breite Palette drauf, wie man hören konnte. Blues in allen Facetten, von Traditionell bis Modern natürlich das Hauptmenü. Aber auch Ausflüge in benachbarte Musikstile etwa Beat, Jazz oder Rock kommen dazu und setzten besondere Schmankerl. Insgesamt servierte man in drei Sets rund 30 Titel, darunter Evergreens wie "Route 66", "After midnight", "Honky tonk woman", aber auch "Hoochie coochie man" und "Water melon man". Den Zuhörern gefiel was geboten wurde, sie wippten mit Köpfen und Knien im Takt der Melodien.

(Text u. Foto: Ehrler)

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