Rückblick 2009

07.11.2009Neunte Pfinztaler Acoustic Night
17.10.2009Klassikkonzert mit Cristina Bravo & Thomas Nutzenberger
02.10.2009Wo die wilden Kerle wohnen
14.09.2009Kinderkochkurs: Ein Mahl im Monat
25.06.2009Ein Herz für Spargel
02.05.2009Geomantische Wanderung: Frühling im Moosalbtal
04.04.2009Käuterwanderung am Hummelberg - geführt von Petra Fretz
18.03.2009Schneewittchen
08.03.2009Frauentag Nacht Café
08.02.2009Klassikkonzert - Musikalische Leckereien
31.01.2009Pfinztaler Open Stage

07.11.2009: Neunte Pfinztaler Acoustic Night






Songs aus eigener Feder -
Neunte „Pfinztaler Acoustic Night“ im „Goldenen Adler“

Die Zeit war weit fortgeschritten. Der Stimmungspegel im randvollen Saal der Kulturkneipe „Goldener Adler“ in Berghausen aber gleich bleibend hoch wie von Beginn an. Was dafür sorgte war die vom Pfinztaler Kulturteff Kiebitz präsentierte und von Peter Kantner initiierte „Neunte Pfinztaler Acoustic Night“ mit all ihren Mitwirkenden. Auch dieses Mal wurde die eigens für junge Solisten und Formationen freigehaltene Bühne eifrig genutzt. Und im Rampenlicht passierte musikalisch viel, bis die auf bestem Weg zum lokalen Kultstatus befindlichen „Peter Kantner & Friends“, mit Verstärkung durch verschiedene Musiker der Nachwuchsformationen, zum wohlklingenden Finale durchstarteten.

Als Gitarren-Ensemble traten vier Mädchen aus Söllingen auf. Vokal allerdings war deren Besetzung in zwei Duette geteilt. Da überzeugten Jana und Sophia mit natürlichen Stimmen und Sting´s legendärer Ballade  „Fields of Gold“, während Carolin zusammen mit Franziska deren komponierten Song „About you“ der durch seine melodische Art gefiel, intonierten. Vor fünf Jahren gingen Marco, Marian, Robin und Tobias als  Band mit ganz jungen Akteuren und einem anderen Namen ins Rennen. Heute nennen sich die Jugendlichen „The Pudd´Nheads“ spielen aber nach wie vor unplugged. Instrumental besetzt zwei Acoustic-Gitarren, Bass und Cajon, servierten sie samt sattem Trio-Gesang eine Handvoll Songs aus der eigenen Feder. Auch ihnen wurde in viel Applaus verpackt das Prädikat „Toll“ verliehen.

In der Jazz-AG des Pfinztaler Ludwig Marum-Gymnasium praktizieren Christopher (Tenorsaxophon), Ma-rian (Schlagzeug), Tobias (Bass) und Tilo (Gitarre) ihr musisches Miteinander. Eigens zur Acoustic Night firmierten sie unter „Funk Projekt“ und servierten vier hervorragend gelungene Improvisationen, darunter „Ain´t no Sunshine“.

Selbstgemachtes stand auch bei „Tripple Effect“ , Jonas (Schlagzeug), Tobias (Bass) und Thilo (Gitarre) auf der Melodienliste. Das dank einem vorderen Platz bei einem nationalen Wettbewerb inzwischen in der gan-zen Republik bekannte Trio bestach erneut durch eine für Laienmusiker bemerkenswerte professionelle Art und Weise. Dabei spiegelte ihr Können vor allem die Wiedergabe je eines Liedes der Gitarren-Größen Jeff Beck und John Mayer wieder.

Auf improvisierten Blues und Country fixiert war die Formation mit Marc, Max und Michelle, darunter der Klassiker „Midnight Spezial“ und erntete viel spontanen Beifall. Zweistimmiger Gesang gehörte auch beim Quartett „Sonic Sphere“ mit ins Repertoi. Zu der von Alexander, Felix, Stefan und Thomas getroffenen Aus-lese zur Acoustic Night zählte auch „Bad Days“ eine Eigenkomposition mit Ohrwurm-Eigenschaften.

Ein Bass (Patrik), zwei Gitarren (Andre und Annkathrin), sowie zwei weitere Gitarren samt Gesang (Carolin und Sandra) gab in der Summe „Bubbly“ (von Colbie Caillat) und den Soul-Klassiker „Son of a Preacher“. Mit einem Stücke-Qiuntett hatte das Trio „Orange Jack“ aus Langensteinbach den Abend mit Hard Rock eröffnet.

Alle Musiktalente der losen Formationen die an diesem Abend auftraten, informierte Kiebitz Sprecherin Petra Löffel-Meijer die Besucher, sie werden in der Musikschule Peter Kantner unterrichtet und dort wurden die Lieder auch einstudiert. Ebenso haben bis auf eine Ausnahme alle mitwirkenden Bandmusiker ihre Aus-bildung bei Peter Kantner erhalten.

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17.10.2009: Klassikkonzert mit Cristina Bravo & Thomas Nutzenberger



(Foto: Ehrler)


Katzenduett und Kinderlieder - Gelungener musikalischer Abend im Gemeindezentrum

Der Kulturtreff Kiebitz Pfinztal ist zu beneiden. Zum großen Kreis seiner Mitglieder gehören auch die Sopranistin Christina Bravo, der Konzertpianist Thomas Nutzenberger, sowie der gemeinsame Sohn Henrik. Der ist gerade mal elf Jahre alt, hat aber als Kindersopran schon wiederholt auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt hat sich das Familien-Trio aus Söllingen erstmals gemeinsam zum Konzert gestellt. In Berghausen, im katholischen Gemeindezentrum, dort wo auch ein über 100 Jahre alter Bechstein-Flügel seinen Platz hat und dessen Wohlklang für die Begleitung der Soli und Duette sorgte. Veranstalter natürlich der Kulturtreff, und der sei darauf sehr stolz, wie eingangs Rainer Syrè die zahlreichen Zuhörer darauf hinwies und zugleich die Bande der drei Künstlergrößen zum Kiebitz offen legte.

Von der Romantik bis zur Moderne hatte man mit der Stückewahl den Bogen geschlagen und so war für jeden Geschmack etwas dabei. Drei zarte und sensible Duette von Mendelssohn-Bartholdy „Maiglöckchen und die Blümelein“, „O wie selig ist das Kind“ und „Abschied der Zugvögel“ sie gelangen sehr gut. Makellose Intonation, kraftvolle dabei geschmeidige Höhe, absolute klangliche Ausgewogenheit und intelligentes Miteinander bei den polyphonen Stellen erfreuten das Ohr.

Bereits in sehr jungen Jahren so phrasierungs-, stil- und gestaltungssicher zu singen, das zeichnet das Talent Henrik Nutzenberger aus. Ob es nun Franz Schubert´s Lieder „Seligkeit“, der gesangstechnisch höchst anspruchsvolle „Musensohn“,  „Wohin“ aus dem Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ oder aber die beiden herrlichen Weisen von Benjamin Britten „The Birds“ und „Scarborough Fair“, sowie die virtuosen „Tatters“ von Gerald Lane waren, alles gestaltete sich bravourös. Über zweieinhalb Oktaven erstreckt sich bereits sein Tonumfang. Am Theater in Heidelberg wirkt der Gymnasiast derzeit in der Rolle als erster Knabe in der Oper Zauberflöte mit was Respekt verdient.

Seltenheitswert hatte auch der Zyklus mit den vier Streichen von Max und Moritz nach Wilhelm Busch „Witwe Bolte“, „Meister Böck“, „Die Maikäfer“ und „Das Ende in der Mühle“, die C. A. Lorenz mit berühmten und bekannten Melodien aus vielen Opern, Operetten und Instrumentalstücken geistreich arrangiert hat. Für die Sopranistin Christina Bravo waren es Stücke bei denen sie alle Register ihres sängerischen und schauspielerischen Könnens ziehen konnte.

Entscheidenden Anteil an dem gelungenen Liederabend hatte natürlich der Pianist Thomas Nutzenberger. In souveräner Weise hielt er vom Flügel aus die Zügel in der Hand, dabei nuanciert und inspiriert begleitete.
Das berühmte „Katzen-Duett“ von Gioacchino Rossini als finaler Programmvortrag löste anhaltenden Applaus aus, der erst nach je zwei solistischen Zugaben von Mutter und Sohn zu stoppen war.

Hier gibt es zwei Videos des Konzertabends zu sehen:
Scarborough Fair
Koenig Keks

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02.10.2009: Wo die wilden Kerle wohnen




Im Traum ist alles möglich, sogar der Duft von Kartoffelsuppe mit Würstchen:
Das Handpuppenabenteuer "Wo die wilden Kerle wohnen" reißt alle mit

Im Saal der Kulturkneipe „Goldener Adler“ warteten sehr viele kleine, aber auch nicht wenige große Besucher mit Spannung auf den Beginn der Vorstellung. Der Vorverkauf lief wirklich gut, freute sich Irmgard Syrè, vom Pfinztaler Kulturtreff Kiebitz zuständig auch für die Nachwuchsarbeit. Und sie folgert daraus, ja wenn das Figurentheater „Marotte“ aus Karlsruhe nicht mehr zieht! Das hatte zu dem Stück „Wo die wilden Kerle wohnen“ eingeladen und damit einen Volltreffer gelandet. Denn man muß wissen, Grundlage der für das Theater überarbeiteten Version ist der gleichnamige Kinderbuch-Klassiker, der im Original als „Where the Wild Things Are“ des US-amerikanischen Illustrators und Kinderbuchautors Maurice Sendak 1963 veröffentlicht wurde.

Noch ist Carsten Dittrich als Techniker damit beschäftigt die ganzen Aufbauarbeiten zu erledigen. Nachher wird er dann als Puppenspieler agieren und das Stück in Szene setzen. Fünf Figuren machen mit und die Hauptrolle ist für Max reserviert. Eigentlich heißt er ja Maximilian, aber da er sich auch "der Wilde" nennt passt Max einfach besser. Sein bester Freund ist "Hoppel", das Kaninchen. Der muss als Prinzessin eine gefährliche Befreiungsaktion im Kinderzimmer mitmachen. Max ist in seinem Element, vergisst alles um sich herum, auch seine Mutter, die wiederholt zum Abendessen ruft. So muß er schließlich mit leerem Magen ins Bett, was aber seinen Träumen keinen Abbruch tat. Da verwandelte sich das Bett in ein Schiff und Max segelte genau ein Jahr, viele Wochen und noch ein Tag und war plötzlich in einer anderen Kulisse, auf der Insel der wilden Kerle. Schon bis hierhin waren die Zuschauer regelrecht gebannt gewesen, noch interessanter aber wurde es jetzt. Ein Zaubertrick hilft Max, die Furcht einflößenden Wesen zu zähmen. Max wird ihr König und Freund. Doch plötzlich, es riecht nach Kartoffelsuppe mit Würstchen, das vergessene Abendessen. Und Max segelt zurück, ein Jahr, viele Wochen und noch ein Tag. Das Abenteuer ist zwar zu Ende, die Suppe aber war noch warm. Das war natürlich ein verwegenes Unternehmen, das Klein und Groß erleben durften und folglich nach der Vorstellung natürlich den hautnahen Kontakt zu Max, Hoppel und den drei wilden Kerlen suchten.

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14.09.2009: Kinderkochkurs: Ein Mahl im Monat





Kinderkochkurs: Ein Mahl im Monat

Spitzenköche tragen ihren Namen als gehäkelten Schriftzug auf ihrer Arbeitskleidung. Talentierte Nachwuchsköche, wie die zehn Jungen und Mädchen, die in der Söllinger Schullüche mitarbeiten dürfen, haben ihren Vornamen auf der Kochmütze deutlich lesbar stehen. Das ist deshalb wichtig, damit das Köchetrio George, Jürgen und Robert vom Kochclub des Kulturtreff Kiebitz Pfinztal beim Kinderkochkurs im Rahmen des Ferienprogramms sich der direkten persönlichen Ansprache bedienen können und so keine unnötige Zeit verlieren. Denn die wird für das gemeinsame Vorhaben, ein leckeres Drei-gänge-Menü zu zubereiten und es sich anschließend an der bereits gedeckten Tafel miteinander schmecken zu lassen, absolut benötigt. Auf dem ausgeklügelten Speiseplan steht als Vorspeise „Geräucherte Forelle auf Paprika-Zucchiniragout“; der Hauptgang heißt „Hähnchenbrust auf Rösti und Salaten“, während es zum Dessert „Mirabellenragout“ geben soll. Anspruchslos auf keinen Fall, schätzen George, Jürgen und Robert das Vorhaben ein. Die drei gehören von Anbeginn zum inzwischen ein Dutzend Jahre alten Kochclub des „Kiebitz-Vereins“, bei dem aktuell zehn Hobbyköche mitmischen. Ihr Credo heißt „Ein Mahl im Monat“ und das deshalb, weil man pro Monat sich einmal zum gemeinsamen Kochen trifft.

In der Küche riecht es inzwischen nach Zimt, oder wie Luisa, Hannes und Sophie übereinstimmend diese Geschmacksnote einordnen "wie Weihnachten“. Es sind die benötigten Zimtstangen für die Nachspeise. Die wird zuerst zubereitet, weil sie im Kühlschrank abkühlen muss. Zucker wird karamellisiert, mit Apfelsaft abgelöscht, Vanilleschote und Zimtstangen werden zugegeben. Zum guten Schluss, Vanille und Zimt sind nach dem zehnminütigen Köcheln wieder entfernt worden, wird die Flüssigkeit mit Speisestärke gebunden. Die am Vormittag im Hausgarten gepflückten Mirabellen, wer  sie versuchen will, darf das, werden dazugegeben und fertig ist die Nachspeise.

Teil zwei ist die Zubereitung des Vorspeisensalates. Robert zeigt Adrian, Nadja und Mara, wie die Filets in mundgerechte Stücke geschnitten und auf dem Teller auf das schon fertige Gemüseragout dekorativ verteilt werden. Rühren, abschmecken und gewaschene Kartoffeln schälen, die dann in Scheiben von beiden Seiten goldgelb gebraten werden, die Kinder sind ganz bei der Sache. Auf die Teller kommen die Röstischeiben, mit Hähnchenbrust und verschiedenen Salaten garniert. Auch dies wird  von Marvin, Ramona und Melissa in die Tat umgesetzt und von den Kiebitz-Köchen gelobt. Beim Kochkurs mit dabei ist auch Miriam aus der Hansestadt Hamburg; die Elfjährige macht gerade Ferien bei der Oma in Söllingen.  Sie, wie alle anderen, bekommen das vollständige Rezept für das Drei-Gänge-Menü zum Nachkochen im Norden der Republik, mit.

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25.06.2009: Ein Herz für Spargel



Kiebitz Kochklub ist Sieger des Wettbewerbs "Ein Herz für Spargel"

Mit dem Rezept „Ein Herz für Spargel“ wurde der Kiebitz Kochklub Sieger des Wettbewerbs „Bestes Spargelrezept“. Was passt zu Spargel besser als ein guter Tropfen Wein? In dieser Verbindung hatte die Winzergenossenschaft Weingarten zu einem Wett-bewerb aufgerufen. Zusammen mit Michael Gross, Chefkoch vom Gourmet-Restaurant „Walk'sches Haus“ wurde juriert. Dieser hatte bei der Bewertung nicht nur den geschmacklichen Aspekt im Auge, auch die Kreativität und Raffinesse waren ihm wichtig. Die von den Hobbyköchen gewählten Kräuter und Gewürze sollten zum Spargel passen und den Geschmack des edlen Gemüses nicht überdecken – es sollte einfach alles stimmig sein. „Ein Herz für Spargel“ hat sicherlich nicht nur der Sieger George Meijer aus Pfinztal. Dennoch konnte er mit seinen in Wein gedünsteten Spargeln mit Koriander-Thai-Basilikumbutter die Jury um Michael Gross und Alexander Doll überzeugen. Neben einer Urkunde bekamen die glücklichen Gewinner auch noch einige Flaschen Wein von der Winzergenossenschaft überreicht. Beim Ferienspaß der Gemeinde Pfinztal haben in diesem Som-mer 10-12 jährige Kinder 2x die Gelegenheit zusammen mit dem Kochklub ein Essen zu kreieren.

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02.05.2009: Geomantische Wanderung: Frühling im Moosalbtal








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04.04.2009: Käuterwanderung am Hummelberg - geführt von Petra Fretz




Käuterwanderung am Hummelberg

Die anfängliche Skepsis „Ist überhaupt schon was gewachsen?“ war unbegründet. Die vom Pfinztaler Kulturtreff Kiebitz organisierte „Kräuterwanderung am Hummelberg in Berghausen“ war in jeglicher Hinsicht ein Erfolg. Das sah Petra Fretz ebenso, die Frau mit Heilpflanzenausbildung, die der großen Schar kleiner und großer Interessierter voran ging, dabei vieles zeigte und damit zusammenhängend alles erklären konnte.

In der unter Naturschutz stehenden „Schreiberklamm“ stieß man auf die ersten eßbaren Frühlingsblüher. Da gab es die große Brennessel, verwendbar in der Küche wie Spinat, weil mineralien- und vitaminreich, aber ebenso wichtig in der Phytotherapie (Heilpflanzenkunde), Giersch (früher als Gichtkraut benannt) und das mit viel Vitamin C ausgestattete Scharbockskraut. Selbst die duftenden Veilchen, die man ohnehin nur noch selten zu sehen bekommt, haben eine Husten stillende Wirkung und finden auch bei Hauptproblemen Anwendung, erfuhren aufhorchende Frauen und Männer. Der knoblauchartige Kontrastduft folgte auf dem Fuß, mit dem sich bereits großflächig ausgebreiteten Bärlauch.

Endlich, so diejenigen, die Körbchen zum Kräuter sammeln mit dabei hatten, kommt da etwas hinein. Blättchen des jungen Bärlauch wurden gepflückt. Machen läßt sich damit zuhause u.a. Bärlauchbutter. Aber auch die üppige Wirkungsweise der Pflanze zur Magen- und Darmreinigung, Aufbau der Darmflora nach Antibi-otikatherapie, Blutdruck senkend und verdauungsfördernd ließ Petra Fretz nicht unerwähnt. Während der Wanderung erläuterte Petra Fretz auch die Herstellung von Öl und Tinktur aus Bärlauch.

Abseits der geläufigen Wege entdeckte die Gruppe Mahonie, eine bei den Indianern beliebte Heilpflanze. Beim Blick auf die mit Misteln besetzten Bäume sprach man über die Nutzung dieser Heilpflanze und deren Anwendung bei den Kelten und heute in der Homöopathie. Giftpflanzen wie der Ahornstab wurden gleichfalls vorgestellt. Der Abschluß galt dann der Fachsimpelei zum Erkennen und Unterscheiden von Wildkräutern, deren Trocknen, Aufbewahren; auch ging es um die Herstellung von Tees aus diesen Pflanzen.

Drei Stunden am Hummelberg auf Kräuterwanderung hatten hungrig gemacht. Das von Petra Fretz zubereitete Kräuterbuffet mit Kräuterbowle, Bärlauchpasteten und Brennesselküchle schmeckte jedem sehr gut. Überrascht war man aber zugleich darüber, was man alles mit Kräutern zubereiten kann. Aha-Effekt und allgemeine Wissensmehrung zu Wildkräutern ließen den Wunsch laut werden, noch im ersten Halbjahr 2009 erneut eine Kräuterwanderung zu unternehmen. Hobby und Leidenschaft von Petra Fretz zu teilen, damit hatte der Kulturtreff Kiebitz ein absolut gelungenes Angebot gemacht.

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18.03.2009: Schneewittchen



Märchenstunde mit Sabine und Pascale

Wieder einmal kamen viele kleine Leute ins katholische Gemeindehaus Berghausen, um sich das Märchen Schneewittchen und die sieben Zwerge anzuhören. Und wieder einmal war es faszinierend zu sehen, wie andächtig still die am Boden sitzenden Kinder der Erzählerin Sabine lauschten, die das Märchen mit ihren Puppen anschaulich darstellte. Manche Situationen wurden von Pascale mit teils dramatischer, teils bewegter oder freudiger Musik untermalt. Die Kinder waren ganz in die Geschichte vertieft. Nach dem konzentrierten stillen Zuhören wurden die kleinen Leute erstmal mit einer Erfrischung belohnt und konnten sich danach noch bei einer Bastelarbeit kreativ austoben.

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08.03.2009: Frauentag Nacht Café




Hymne an die Emanzipation - Frauen-Power beim Kulturtreff Kiebitz in Pfinztal

Egal ob man den Frauentag international oder lokal wie beim Kulturtreff Kiebitz in Pfinztal feiert. Die Kunst ist dabei die Frau mit Respekt zu bedenken. Das tat man einerseits und erinnerte an „Die goldenen 20er Jah-re des letzten Jahrhunderts, oder die Wurzeln der Emanzipation“, oder aber man ließ Frauenträume der Ge-genwart in gespielter Form wahr werden. In der Summe ein äußerst unterhaltsamer, informativer, aber auch sehr fröhlicher Abend der da im Selmnitz Saal geboten wurde. Für ein Publikum, das durchaus hätte größer sein können und mit wenigen Ausnahmen nur aus Frauen bestand. Die aber zeigten und artikulierten gerade in zweiten Teil, dass sie klar wissen was sie wollen. Eben Frau hat längst die Opferrolle abgestreift.

Bei der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) klinkt man sich bei dieser Veranstaltung die auch in Pfinztal inzwischen Tradition hat stets gerne und bereitwillig ein. Heuer war der Programmbeitrag eine mit Power-Point-Präsentation untermalte Erinnerung an Protagonistinnen der „neuen Frau“. Man wolle, so sagte Ellen Weisbecker, fünf deutsche Frauen vorstellen die im zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts die Emanzipation vorweg nahmen und ihren Mann standen. Personifiziert waren dies die Schriftstellerin und Journalistin Gabriele Tergit (Sonja Holatka trug deren Vita vor), die Physikerin und Nobelpreisträgerin Maria Goeppert-Mayer (Angelika Konstandin), die Kunstfotografin Lotte Jacobi (Elisabeth Ehrler), die Pilotin und Journalistin Thea Rasche (Silke Pfaff) und die Schauspielerin, Kabarettistin und Chansonette Claire Waldoff (Ursula Zobel) – Namen die bis hierhin den meisten wohl fremd waren nun aber posthum großen Respekt hervorriefen.

Ganz anders gewichtet und auf die Gegenwart bezogen die Show die das Improvisationstheater „Freistil“ aus Freiburg auf die Bühne brachte. Nach dem Motto „frisch, frech, fröhlich, frei“ wurde gespielt was die Be-sucher wollten. Denn die waren der Star und so ließ man Frauenträume wahr werden. Die Impulse dazu die Frau lieferte waren vielseitig und mündeten in Szenen, gespielt von Nicole Djandji und Christian Schulz, begleitet am Keyboard von Karsten Kramer, die auch noch von einer fünfköpfigen und zuvor ausgewählten  Jury bepunktet wurden. Es waren Sachen die Frauen von heute am Frauentag 2009 interessieren die szenisch improvisiert wurden mit Themen wie „Der verrückte Käsekuchen“, „Ein Gast aus Thailand“, das zur Ge-fühlsachterbahn mutierende „Der aufopfernde Vater und sein Kind“, die Erfindung „Der sich selbst leerende Mülleimer“ die Männer überflüssig macht und das Zettelspiel (man bastelt aus Sätzen eine Szene) „In der Sauna“. Kurzum es wurde eine überdurchschnittliche  Info-Show geboten, was nicht nur am frenetischen Beifall zum Ausdruck kam sondern auch an den vergebenen Punkten. Die addiert ergaben als Resultat  die gemachte Saalwette hatte „Freistil“ gewonnen. Und dafür mußte das Publikum den Evergreen „Marmor, Stein und Eisen bricht“ singen. Auch das gelang trefflich, anders auch nicht denkbar bei Frau des 21. Jahrhunderts.

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08.02.2009: Klassikkonzert - Musikalische Leckereien



Klassikkonzert - Musikalische Leckereien

„Wieviele Komponisten es doch gibt die man nicht kennt“, das sagte Johannes Thäter und der ist selbst ein engagierter Hobbymusiker. Fürwahr, der Vorsitzende des Orgelverein Christkönig Berghausen lag mit seiner Feststellung absolut richtig. Und dennoch was im katholischen Gemeindezentrum an diesem Abend beim Konzert für Flügel und Oboe zu Gehör gebracht wurde war eindrucksvoll um nicht zu sagen gekonnt. Das eingespielte und bewährte Duo Ellen Becht auf dem Flügel und Marcus Kappis mit der Oboe es bestach durch eine bravouröse Spielfreude, die dem Konzertitel „Musikalische Leckereien“ absolut gerecht wurde. Der mit dem Orgelverein mitveranstaltende Pfinztaler Kulturtreff Kiebitz setzte damit den Zyklus „Klassik in Pfinztal“ eindrucksvoll fort. Petra Löffel-Meijer, Sprecherin des Kulturtreff bilanzierte „ein wunderschönes Konzert in stimmigem Ambiente, das erfreulich große Resonanz fand.“

Ellen Becht und Marcus Kappis sie widmen sich in ihrem Zusammenspiel besonders Werken jüdischer Komponisten. Dabei sind sie auch stets auf der Suche und werden immer wieder fündig. Konzertmoderator Arnd Erik Braun berichtet von handschriftlichen Noten die gefunden wurden und die dann bearbeitet werden. Was hier auf dem Programm steht, so Braun, es sind Herzenswünsche des Duos die einfach aufgeführt werden müssen. Dabei war das kompositorische Schaffen als Spiegelbild der Stücke sehr vielfältig. Melodien des 19. und 20. Jahrhundert kamen zu Gehör und „Zwei Kammerstücke“ (A.J.Scholz) machten den Anfang. Das „Lento cantabile“ (Th. Lalliet), drei Sätze aus einer „Sonate“ von William Alwyn und das „Scherzino“ aus „Drei Konzertstücke“ (Fr. Reizenstein) gab es hinterher. Was auffiel waren die klaren Strukturen, aber auch Situationen wo ein Instrument sich zurücknimmt, während das andere die Intonation vorstellt. Jemenitischen Ursprungs ist das „Allegretto grazioso“ aus „Dror Yikra“ (Haim Alexander). Eine ausgeprägte Gegensätzlichkeit kennzeichneten „Elegiac“ als wehmütiges Moderato und im Kontrast das heitere „Presto vivace“ (Michael Head).

Allein zum Zug kam der 100 jährige Bechstein-Flügel bei den zur Gegenwart zählenden „Le Moulin“ und „Le Vieux En Veut Encore“ von Yann Tiersen. Dem Historiendrama „Heinrich IV“ ent-liehen war „Oblivion“ (Astor Piazzola), während „Gabriel´s Oboe“ (Ennio Morricone) aus dem Film „The Mission“ stammt und beide ebenfalls beste Stimmigkeit im Zusammenspiel von Flügel und Oboe hören ließen. Vom Moderator mit einem leichtfüßigen Charakter beschrieben beendete das „Allegro“ aus „Italian Dance“ von Madeleine Dring das außergewöhnliche Konzert. Anhaltender Applaus aber bewirkte die erhoffte Zugabe, die in Form einer „Kanzone“ gewährt wurde.

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31.01.2009: Pfinztaler Open Stage










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