Rückblick 2007

23.11.2007Kindertheater
10.11.2007Siebte Pfinztaler Acoustic Night
10.10.2007Märchenstunde mit Sabine und Pascale: Dornröschen
10.10.2007Offenes Atelier Kiebitzkurs
06.10.2007Rock'n Roll mit Shakin Cats
15.09.2007Waldenser und Mönche
23.06.2007Kinderkochkurs
30.04.2007Walpurgisnacht
08.03.2007Frauentag Nacht Café
02.03.2007Filzkurs für Kinder ab 8 Jahren
31.01.2007Märchenstunde mit Sabine und Pascale: Frau Holle
27.01.2007Erste Pfinztaler Open Stage Night 2007

23.11.2007: Kindertheater

Figurentheater Marotte gastierte in Pfinztal - Auf dem Programm stand „Die drei kleinen Schweinchen“

Ein Clown, drei Ferkel und ein Wolf sind die Hauptdarsteller. Und Thomas Hänsel im Kostum des Erzählers  hat dabei die Fäden in der Hand und leiht zudem allen Mitwirkenden seine Stimme. Und das funktioniert, ganz individuell auf die Tiere abgestimmt, sehr gut. Jedenfalls sind die über 50 Jungen und Mädchen im Alter ab drei Jahren voll bei der Sache. Sie sind von dem was das Figurentheater "Marotte" bei seinem Gastspiel in Berghausen bietet geradezu begeistert. Wiederholt bereits war die Bühne schon zu Gast in Pfinztal und immer hat sie dazu der Kulturtreff Kiebitz eingeladen und verpflichtet. Und immer lagen wir damit völlig richtig und das ist erfreulicherweise heute auch nicht anders stellt Petra Löffel-Meijer mit Blick in den Saal der Kulturkneipe "Goldener Adler" fest. Neben den zahlreichen erwartungsvollen Knirpsen, sind die mitgekommenen Eltern und Großeltern nicht minder gespannt. "Die drei kleinen Schweinchen" in der Regie von Holger Friedrich hat dieses Mal das Figurentheater "Marotte" im Gepäck. Und das scheint, auf der Bühne steht bislang nur ein Fahrrad, mit dem wohl hierher gekommen zu sein. "Wann kommen die Schweinchen ?",  oft wird diese Frage inzwischen vom kleinen Publikum gestellt. Und dann geht's endlich los. Der Clown hat ein dickes Buch unter dem Arm. Sein Lieblingsbuch wie er verrät und es heißt "Die drei kleinen Schweinchen". "Soll ich euch die Geschichte erzählen?"  Wie aus einem Mund erschallt ein Jaaa. Er beginnt vorzulesen. Und dann endlich, der große Koffer wird aufgemacht und Billi, Willi und Zilli dürfen auch mitspielen. Das sind die drei kleinen Schweinchen, die man letztlich nur durch ihre Kopfbedeckung unterscheiden kann: Billi mit der Zipfelmütze, Willi mit Schildkappe und Zilli mit der Schleife im Haar. Und wie man jetzt auch sehen kann, sie spielen, schaukeln, haben einfach eine gute Zeit. Musik untermalt die Szenenfolge. Die aber wird jäh unterbrochen als der Wolf auftaucht. Er hat es auf die quickenden und grunz-enden kleinen Borstentiere abgesehen. Jedoch drei auf einmal sind ihm zuviel. Da spielt ihm in die Karten, dass die Schweinchen beim geplanten Hausbau sich uneins sind. Jeder baut für sich allein, Billi aus Holz, Willi aus Stein und Zilli fühlt sich in einem Strohhaus am wohlsten. Dann wird es spannend, jedenfalls deutet das der erzählende Clown an. Jetzt ist alles mucksmäuschenstill auch die in der ersten Reihe wo Henry, Jacob, Nico und Nina sitzen. Und was macht der Wolf er pustet zunächst das Haus Stroh und dann das aus Holz förmlich weg. Billi und Zilli rennen um ihr Leben schnurgerade zu Willi. Dessen Haus aus Stein, die Kinderschar freut sich diebisch, hält dem Sturm des Wolfes aber stand. Meister Isegrim gibt sein Bestes, plustet sich dabei aber selbst auf bis, ja bis er schließlich platzt. Und die drei kleinen Schweinchen, wieder vereint, sie lachen und haben fortan eine gute Zeit. Den kleinen Pfinztalern hat es jede Menge Spaß gemacht, doch nun ist jeder bestrebt und wenn auch nur ein bißchen mit Billi, Willi und Zilli selbst ein wenig zu kuscheln. Sie kommen auf die Bühne und der Clown assistiert hilfreich bei der Kontaktaufnahme.

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10.11.2007: Siebte Pfinztaler Acoustic Night

Bands und Solisten bestimmen die 7. Pfinztaler Acoustic Night - Musiktalente aus der Gemeinde und Drumherum setzen Akzente

Von dezent bis heftig reicht an diesem besonderen Abend die Phonstärke im "Goldenen Adler" in Berghausen. Im Saal der Kulturkneipe ist vielleicht gerade deswegen die Stimmung cool und zugleich erwartungsvoll. Hinter dem Tresen haben nicht nur Andy und Andy alle Hände voll zu tun um den Wünschen gerecht zu werden. Auf und hinter der Bühne gilt gleiches für Peter Kantner samt seiner Freunde. Der Vollblutmusiker aus Kleinsteinbach ist bewährter Fadenzieher des nun beginnenden Events. Also dann Vorhang auf zu Nummer sieben der "Pfinztaler Acoustic Night". Sie garantiert auch dieses Mal Nachwuchsbands aus der Kommune und von Drumherum sich im Rampenlicht zu präsentieren. Den Anfang macht das Quintett "Dark Thorns", übrigens ihr erster Auftritt bei dieser vom Pfinztaler Kulturtreff Kiebitz initiierten Veranstaltung. Samt gekonnter Bühnenshow brachten die mit Liedern von "Metallica", sowie "ACDC" die Zuhörer sofort auf Trab. Um im Zeitkorsett zu bleiben kann jede Band maximal fünf Titel intonieren. Das macht auch, samt weiblichem Gesangsduo, „Line 7“ aus Remchingen mit christlichen Rocksongs.  Unterstützt vom Backgroundchor mit Carolin, Larissa und Stefanie gibt Sandra Titze mit "Like the way i do" (Shania Twain) eine überzeugende Vorstellung. Die neue christliche Musikszene gekleidet in Rockpop ist das Metier von "Cross Words". Erstmals im Vorjahr dabei hat die Formation, die ihre Wurzeln beim CVJM Kleinsteinbach hat, an "ihren Worten vom Kreuz" gut gearbeitet und ist voran gekommen, wie Dauergäste feststellen. Der Improvisation freien Lauf ließ man in der Pfinztaler-Besetzung mit zwei Alt-Saxophons (Christopher Kunz und Tanja Restle), Tenor-Saxophon (Peter Katner) und Trompete (Martin Girrbach). So entstand ein Feeling wie in einem Jazzkeller  und das dank der beiden Klassiker „Mercy Mercy“ (Joe Zawinul) und „Watermelon Man“ (Herbie Hancock) sie so individuell, spezifisch, einfach pfinztalerisch serviert wurden. Deutliche Fortschritte, "die werden von Jahr zu Jahr immer eine Klasse besser" war zu hören, hat auch „Freeway“ gemacht. Ihr jetzt dritter Besuch bei der "Acoustic Night" mit eigenen Rocksongs gipfelte in "The Jocker" natürlich in eigener Interpretation. Die Gebrüder Thilo und Tobias Zirr sind beide äußerst talentierte Junggitarristen und sie sind bekannt. Bei Peter Kantner gehören sie schon lange ins Programm, wirken individuell und wo benötigt mit. Nun wagten die beiden Söllinger zusammen mit Schlagzeuger Jonas Schwarz aus dem Nachbarort Wöschbach den Sprung in die musikalische Selbständigkeit. Das Trio nennt sich "Triple Effect" und gibt ein begeisterndes Debut. Was sie auf der Pfanne haben sind eigene Songs, wie auch solche von "Metallica" und "Status Quo" die instrumental wie vokal virtuos gelingen. Eine Stunde zuvor noch Backgroundchor, gehörte nun die Bühne Carolin Obitz, Larissa Sengle und Stefanie Siebler ganz alleine. "Drei tolle Stimmen die super zusammen passen", so lobt auch hier Peter Kantner die Pfinztaler Musiktalente. Und hören ließ es das Trio mit den Liedern "Scherbenmeer" (Christina Stürmer), "Long Way Around" (Dixie Chicks) und "This Boys" (James Morrison). Durften Bands und Solisten fürs erste ausschnaufen, füllten "Peter Kantner and Friends" bis auf weiteres die Tanzfläche. Mitternacht hatte es längst geschlagen, das  umjubelte große Finale mit allen Mitwirkenden, samt Verspruch "2008 Acoustic Night Nummer acht".

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10.10.2007: Märchenstunde mit Sabine und Pascale: Dornröschen

Märchenstunde mit Sabine und Pascale: Dornröschen

Schon zum 3. Mal fand im katholischen Gemeindehaus von Berghausen eine Märchenstunde mit Sabine und Pascale statt. Das Märchen Dornröschen stand auf dem Programm. Zahlreichen Kleinkindern – gemütlich am Boden sitzend an die Mutter gekuschelt – zeigte Pascale zunächst an Hand einer echten Spindel wie man damit einen Faden spinnt. Dann erhielt jedes Kind eine Rose, die alle zusammen später zur Rosenhecke des Dornröschenschlosses aufgestapelt wurden. Nun begann Sabine das Märchen zu erzählen, wobei ihre Erzählung mit dem Geigenspiel von Pascale umrahmt wurde. Alle kleinen und großen Zuschauer lauschten aufmerksam der Geschichte. Wie fast jedes Märchen endet auch Dornröschen mit einem Hochzeitsfest. Deshalb gab es auch bei uns zum Abschluss Essen und Trinken, Musik und Tanz. Das Basteln einer Krone für die Prinzessinnen und Prinzen rundete den Nachmittag ab. Gemütlicher und intensiver kann man ein Märchen wohl nicht erleben.

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10.10.2007: Offenes Atelier Kiebitzkurs

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06.10.2007: Rock'n Roll mit Shakin Cats

Special Guests aus Pfinztal beim Rock'n Roll Tanzabend

Der Einlaß ist bereits lange vor dem eigentlichen Programmbeginn möglich. Aber auch wer früh kommt sitzt nicht auf dem "Trockenen", wohlgemerkt musikalisch gesehen. Auch da setzen bereits Melodien des Rock'n Roll von der CD und dezent erste Akzente. Die eigentliche Sause dann aber nicht aus der Konserve sondern life mit "Shakin´Cats". In der Region Karlsruhe steht dieser Name längst für Rock'n Roll and Rockabilly der 50er Jahre. Und zwar handgemacht, erfolgreich und garantiert schnörkellos. Seinen Erstauftritt in Pfinztal gab das Quartett aus der Fächerstadt nun mit einem Tanzabend. Einen besonderen noch dazu, wie sich später in der zweiten von drei Musikrunden zeigen sollte.

Im Saal der Kulturkneipe „Goldener Adler“, wo der Veranstalter Kulturtreff Kiebitz Pfinztal diesen Event ansetzte, ist die überschaubare Besucherschar voller Erwartung. Es sind Kenner und Liebhaber des Rock´n Roll, als die ihr eifriges mitmachen und mittanzen sie alsbald zu erkennen gibt. Es hätten durchaus mehr sein können wie Roland Bodenmüller, für Gesang, Gitarre und Mundharmonika verantwortlich, nüchtern bei seiner Anmoderation feststellte. Denn gerne hätte man auch zunächst noch schnell Wände eingerissen, um den leider nicht strömenden Massen Platz zu bieten. So also konnten die "Schüttelnden Katzen", natürlich im authentischen Outfit, ihre Kraft und Konzentration gänzlich dem Originalsound der 50er Jahre widmen und ihn so richtig aufleben lassen. Um die 40 Jahre alt sind die Bandmitglieder, kennen demnach "ihren" Rock'n Roll auch nur in der überlieferten Version. Und dennoch ist er eine reine Herzenssache für Drummer Ritchie B.B., Solo- und Rhythmusgitarristen Grischa Hertenstein, Janny Jander der seinen Kontrabaß liebevoll "Gudrun" nennt und natürlich Roland Bodenmüller. Ihre klassische Rock´n Roll-Besetzung tut ein übriges dazu. Die Musikauswahl der Rock-Größen die sie sprichwörtlich wieder auferstehen lassen ist enorm. Zu Wort mit unvergesslichen Schöpfungen kommen dabei Gene Vincent, Chuck Berry, Shakin Stevens, Jerry Lee Lewis und viele mehr. Dominant im Repertoire natürlich der King Elvis Presley zu hören u.a. mit "Jailhouse Rock", aber auch seinem einst als gefährlich eingestuften "Such a night". Die Titelabfolge sie wird auch auszugsweise zur Kostprobe der neuesten CD von "Shakin'Cats" und die heißt "Calling Elvis". Der Tanzabend ist längst auf Touren, alle sind  begeistert. Ein Tüpfelchen kommt aber noch dazu mit Special Guests, drei an der Zahl. Das sind Margit Becker und Susanne David (beide Alt), sowie Ina Martyniak (Sopran). Gesanglich Zuhause beim Wöschbacher Gospelchor "Cool and Happy" mischen sie gekonnt mit. Dies als Backgroundchor bei der Elvis Ballade "Green green gras of home", wie auch Bill Haley´s unvergessenem "See you later alligator". Vom Spaßfaktor "Rock'n Roll" gänzlich identifiziert kommt deshalb auch solch individuellen Auffrischungen bei "Shakin'Cats" zustande. Die Besucher sind sehr spendabel mit Beifall, danken es aber auch sehr gestenreich, dass sie eine solche Musikzeitreise hatten mitmachen dürfen.

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15.09.2007: Waldenser und Mönche

Waldenser und Mönche

Mit unserer Herbstwanderung am 15.9. startete A. Becker eine neue Reihe von Wanderungen mit dem Thema "Waldenser und Mönche".

Vor dem Friedhof von Kleinvillars erläuterte Alfonso den interessierten ZuhörerInnen die geschichtliche Entstehung von Orten wie Groß- und Kleinvillars, Pinache, Serres u.a. Viele dieser Ortschaftsgründungen gehen auf die Einwanderungsbewegungen der Waldenser aber auch Hugenotten zurück:

Im Grenzgebiet von Italien und Frankreich entstand im 14. Jh. eine religiöse Bewegung unter der Führung von Petrus Waldes, der in Unterscheidung zur kath. Amtskirche u.a. das Laienpredigertum befürwortete. Das Infragestellen der Autorität der kath. Kirche führte folglich zum Konflikt und zur Verfolgung der Waldenser, die zunächst in die Provence auswanderten, jedoch auch dort verfolgt wurden und schließlich im 18. Jh. Aufnahme im hessisch-nassauischen und württembergischen Gebiet fanden. So sind hier ganz neue Dörfer entstanden, und vor diesem Hintergrund lassen sich die vielen französisch klingenden Namen erklären. Das Erkennungszeichen der Waldenser ist eine Kerze mit sieben Sternen und dem Text: LUX EX TENEBIS (das Licht leuchtet aus der Dunkelheit heraus).

Von Kleinvillars aus führte unsere Wanderung weiter zum im Naturschutzgebiet liegenden Aalkistensee. Dieser wurde von den Zisterziensermönchen des Klosters Maul-bronn im 12./13. Jh. künstlich angelegt und zur Fischzucht genutzt. Darüber hinaus entwickelten die Mönche verschiedene Kultivierungsmethoden im Ackerbau und betrieben Weinbau. Im 15./16. Jh. gehörte das Kloster Maulbronn zu den reichsten deutschen Klöstern. Heute ist es Weltkulturerbe und beherbergt ein Internat und ein Gymnasium.

Die Wanderung durch die schöne Kraichgaulandschaft bei herrlichem Wetter, die gute Stimmung in der Gruppe und die interessanten Hintergrundinformationen machten die-sen Nachmittag zu einem eindrucksvollen und bereichern-den Erlebnis. Eine Fortsetzung dieser Wanderreihe ist für das Frühjahr 2008 geplant. Auch Neue sind jederzeit herzlich willkommen.

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23.06.2007: Kinderkochkurs






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30.04.2007: Walpurgisnacht


Walpurgisnacht 2007 mit Karlsgroove

Mit der Band Karlsgroove starteten die Kiebitze dieses Jahr in ihre legendäre Walpurgisnacht. Die sechs Musiker machten ihrem Namen dann auch alle Ehre und brachten mit den Titeln Knock on wood, Long train running und Sex Bomb das Publikum in Rekordzeit in Tanzstimmung. Das außergewöhnlich vielfältige Repertoire, die extrem wandlungsfähigen Stimmen der drei Lead-Sänger Mike Fees, Sandy Campos und Heiko  Bragenitz und die mitreißende instrumentale Besetzung mit Tony Fernandez (keyboard), Johannes Rachel (guitar), Enzo Morgana (bass) und Lars Vollmer (drums) sorgten dafür, dass die Zeit wie im Flug verging und sich alle gerne an diese tolle Kiebitz-Walpurgisnacht erinnern werden.

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08.03.2007: Frauentag Nacht Café

Frauentag Nacht Café

Frauen als das „schwache Geschlecht“ zu bezeichnen, war schon immer falsch. Der Pfinztaler „Kulturtreff Kiebitz“ hat das schon lange erkannt. Zum zehnten Mal seit seiner Vereinsgründung 1993 würdigte er den Internationalen Frauentag mit einer besonderen Veranstaltung. Den Auftakt zu einem interessanten und vielseitigen „Nachtcafé“ unter dem Titel „Starke Frauen bewegen viel“ bildete die „Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen“. Fünf SPDlerinnen beleuchteten die Lebenssituationen und Schicksale von fünf ihrer Geschlechtsgenossinnen, alles einflussreiche Persönlichkeiten, sogenannte „Mätressen“.
Vorgestellt wurden: Wilhelmine von Grävenitz, die am Hof des württembergischen Herzogs Eberhard Ludwig von Urach lebte. Roxelana war die Lieblings-Haremsdame des Sultans Suleiman der Prächtige von Istanbul. Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel hieß die Mätresse von August dem Starken aus Dresden. Diane de Poitiers lebte zuerst als Hofdame bei Franz I. in Paris und wurde später von der Erzieherin seines Sohnes zu dessen Geliebter. Und die Italienerin Ghiulia Fernes war die legitime und anerkannte Partnerin des Papstes Rodrigo Borgia als Alexander VI.. Mätresse eines Mannes aus dem Hochadel zu sein, war damals – zwischen ausgehendem Mittelalter und Neuzeit – eine der höchsten und angesehensten Positionen, die eine Frau erobern konnte. Alle diese Frauen waren in höchstem Maß gebildet und verstanden es mit scharfem Verstand, Weitsicht und Einfühlungsvermögen, der richtigen Mischung aus Erotik und Verständnis, Hingabe und Beherrschung, die politischen Fäden zu ziehen. Sie hatten ein ausgeprägtes Machtbedürfnis und vielen gemeinsam war das Schicksal, einen steilen Aufstieg zu erleben, dem nach einer gewissen Zeit des Erfolgs bei Hof ein ebenso steiler Absturz folgte, der nicht selten in Gefangenschaft endete.
Der zweite Teil des Abends galt der Gegenwart. Susanne David und Elke Grubert sind in internationalen Projekten engagiert, die aufzeigen, mit wie viel Energie und Engagement Frauen Lebenssituationen positiv verändern. Das Hunger-Projekt arbeitet an der Ursachenbekämpfung von chronischem Hunger. Dabei gehe es darum, berichtet Susanne David, vor allem Frauen, deren Arbeitskraft in den sich entwickelnden Ländern eine Schlüsselrolle zukommt, in ihrer Tatkraft und Eigenständigkeit zu stärken und ihnen Zugang zu Bildung zu verschaffen, um auf diesem Weg Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Über die Organisation „medica mondiale“ berichtete Elke Grubert. „Medica mondiale“ widmet sich Frauen und Mädchen, die durch sexualisierte Kriegsgewalt traumatisiert wurden. Das Projekt, ins Leben gerufen von der deutschen Ärztin Monika Hauser, gibt medizinisch-gynäkologische Hilfe und psychosomatische Unterstützung, erteilt juristischen Rat und leistet vor allem Öffentlichkeitsarbeit zu diesem Tabuthema „damit die Welt es erfährt“. Für einen witzigen und amüsanten Abschluss des Abends sorgte die Kabarettgruppe „MOS-kitos“ aus Mosbach. Roswitha Scherer-Gehrig und Birgit Dietrich nahmen in selbstgeschriebenen Liedern und Texten mit viel hintergründigem Humor Alltagssituationen aufs Korn: in knapper aber wirkungsvoller Kostümierung, spitzig und im passenden Jargon, überzogen und dennoch mit dem berühmten Körnchen Wahrheit, das das Publikum nur allzu gerne aufpickte.

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02.03.2007: Filzkurs für Kinder ab 8 Jahren

Filzkurs für Kinder ab 8 Jahren

Pascale Hock-Brömauer und Brita Erben verstanden es wieder einmal, Mädchen und Jungen für das traditionelle Kunsthandwerk des Filzens zu begeistern. Der Umgang mit Wolle, Wasser und Seife erforderte intensives Bear-beiten mit den Händen, das den Kindern großen Spaß bereitete. Die bevorstehende Osterzeit animierte dazu, dekorative Ostereier und wunderschöne bunte Frühlingsblumen herzustellen. Der Kurs endete mit der Fertigung einer individuell gestalteten Umhängetasche. Alle Kursteilnehmer konnten somit am Ende viele selbstgefilzte Werke stolz mit nach Hause nehmen.

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31.01.2007: Märchenstunde mit Sabine und Pascale: Frau Holle

Märchenstunde mit Sabine und Pascale

In der ersten Märchenstunde diesen Jahres wurde das Märchen „Frau Holle“ präsentiert. Sabine Adler erzählte in ihrer gewohnt ruhigen und doch fesselnden
Art vor einem märchenhaften Bühnenbild die Geschichte von Goldmarie und Pechmarie. Die Erzählung der Gebrüder Grimm wurde erneut vom melodischen Geigenspiel Pascales untermalt. Die kleinen Zuschauer hörten gespannt zu bis sie durch die Apfelernte selbst Teil des Theaterstückes wurden und märchenhafter Schnee weißer Federn auf sie niederfiel. Nach einer kleinen Bastelarbeit – dieses Mal wurde eine Krone ausgeschnitten und verziert - wurde wieder traditionell zum „Festschmaus“ mit anschließendem Tanz eingeladen. Die Atmosphäre während der Märchenstunde fanden alle Teilnehmer sehr gemütlich.

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27.01.2007: Erste Pfinztaler Open Stage Night 2007


(Fotos: Emil Ehrler)

Erste Pfinztaler Open Stage Night 2007

Der Anfang ist gemacht mit der „1. Pfinztaler open stage night“. Die genüsslichen Stunden im “Goldenen Adler”, der Kulturkneipe in der Gemeinde, sind als gelungen zu bilanzieren. Solches kann gewiss wiederholt werden, nimmt man den anhaltend guten Stimmungsbarometer im Saal als Gradmesser. In seinem Bestreben das künstlerische Schaffen von Talenten aus der Kommune zu fördern und unterstützen, hat dabei der Kulturtreff Kiebitz ein neuerliches Zeichen gesetzt. Keiner von den Verantwortlichen wusste, als Planung und Ausschreibung zu einer „offenen Bühne“ anliefen, ob überhaupt und wie Echo und Resonanz sich einstellen. Aber es hat funktioniert. Die Premiere nun sie geriet zur runden Sache. Die ins Rampenlicht sich trauten machten ihr Ding ausnahmslos gut und erhielten dafür auch tolle Rückendeckung von einem äußerst beifallsfreudigen Publikum, das so den Wagemut der Interpreten belohnte.

Ein Abend der Superlative soll es werden und dies nach vorangegangenen schlaflosen Nächten des Lampenfiebers wegen. So versprachen es die reizenden Moderatorinnen Susanne David und Zitta Krebs. In ihren auf die Programmpunkte abgestimmten Rollenspielen mal als Barbara und Carmen, oder als Rudi und Otti, gelangen ihnen trefflich pointierte Ansagen. Um den open stage-Hauptdarstellern, insgesamt waren es deren 18, auch die letzte Scheu zu nehmen die berühmten Bretter zu betreten war für die zumindest symbolisch auch der rote Teppich ausgerollt.

Als „Die böse Zunge“ entpuppte sich Johannes Thäter mit gereimten Sprachpanschereien, dazu elegante Klavierritte. Mit fünf Flöten im Gepäck kam Kathrin Beddig und zauberte globale Melodienträume. Die Essenz aus dem Theater-Evergreen „Die offene Zweierbeziehung“ (von Franca Rama und Dario Fo), sie gelang in 20 inhaltsschweren Minuten dem Trio Antonia (Eva -Maria Hofmann), Aldo (Thomas Kordes) und Giovanni (Thomas Mös-singer) in der Regie von Petra Knoflach. „Wir haben uns alle eine ausgiebige Pause verdient“ brachte Olaf Krebs die bis hierhin gelungene Gesamtpräsentation auf den Punkt. Da auch der Konversationsbedarf zum Gesehenen nicht gerade gering war, eine verständliche Auszeit.

Und spektakulär ging´s weiter. „Orientalisches Tanzen“ zu bieten hatte die Fortgeschrittenen Unterrichtsgruppe von Vera Hofheinz. Die Truppe mit Barbara Benkert, Andrea Lange, Gabi und Judith Schimmeyer, sowie Sandra Tabery machte zu morgenländischen Rhythmen nicht nur eine gute und gelenkige Figur, auch die Choreografie der Tänze, dazu das farbenreiche Outfit summierten sich zu einem stimmungsvollen Ganzen. Alle Lichter aus !! Eine faszinierende Welt der Illusion war angesagt. Mit „schwarzem Theater“ gelangen dem Septett „Black Box“ (Marion und Volker Daubmann, Hildegard und Hans Rohrhurst, Karin Rüther, sowie Burkard und Susanne Uiker) verblüffende Effekte. Auf das ungeübte Auge wirkten beispielsweise Hände tauchen aus dem Nichts auf, Stäbe erscheinen, Kugeln schweben, oder Reifen vervielfältigen sich, wie Zauberei. Eine zauberhafte „Offene Bühne“ war zuende, doch wird sich der Vorhang zu einer Fortsetzung wohl neuerlich öffnen.

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